Firmung 2026 – Gottes Geist stärkt für den Lebensweg (mit Fotoreport)

Am 20. Juni 2026 feierten wir bei strahlendem Sommerwetter die Firmung von 39 Jugendlichen in unserer Kirchengemeinde.

Aufgrund der großen Zahl der Firmlinge fanden zwei festliche Gottesdienste statt, die von Pfarrer Dietmar Hermann zelebriert wurden.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Jugendlichen intensiv auf den Empfang des Firmsakramentes vorbereitet. In Gruppenstunden und verschiedenen Angeboten der Firmvorbereitung setzten sie sich mit den Grundlagen des christlichen Glaubens auseinander und machten sich Gedanken über ihren persönlichen Lebens- und Glaubensweg.

In ihrer Predigt stellte Gemeindereferentin Veronika Tiliné-Vitéz einen ermutigenden Gedanken in den Mittelpunkt: Viele Menschen meinen, sie müssten Gott suchen. Die Bibel erzählt jedoch eine noch größere Geschichte: Gott selbst macht sich auf die Suche nach den Menschen. Er begegnet jedem Menschen genau dort, wo er gerade steht: mit seinen Hoffnungen und Zukunftsplänen, aber auch mit seinen Fragen, Fehlern und Unsicherheiten. Durch die Firmung spricht Gott jedem Firmling persönlich zu: „Ich bin bei dir. Du musst deinen Weg nicht allein gehen.“

Anknüpfend an die Lesung erklärte sie das Bild des „Briefes Christi“: Gottes Botschaft der Liebe ist nicht auf Steintafeln geschrieben, sondern in die Herzen der Menschen. Die Firmlinge sind deshalb berufen, Gottes Liebe und Hoffnung durch ihr Leben sichtbar werden zu lassen. Der Heilige Geist begleitet sie dabei als Beistand, Tröster und verlässlicher Begleiter, wie ein guter Freund, der in entscheidenden Momenten an ihrer Seite steht.

Besonders ermutigte sie die Jugendlichen, sich nicht von Leistungsdruck, Vergleichen oder den Erwartungen der sozialen Medien bestimmen zu lassen. Jeder Mensch ist von Gott einzigartig geschaffen und wertvoll. Die Firmung erinnert daran, dass Gottes Geist die Jugendlichen auf ihrem Lebensweg begleitet und stärkt.

Pfarrer Hermann griff diese Gedanken in seiner Ansprache auf und vertiefte sie mit dem Bild des Schöpfergeistes. Gott habe jedem Menschen von Anfang an Gaben und Begabungen mit auf den Lebensweg gegeben. Durch die Firmung komme daher nichts völlig Neues in das Leben eines jungen Menschen. Vielmehr ermutige und stärke der Heilige Geist die Firmlinge, ihre bereits geschenkten Fähigkeiten zu entdecken, ihnen zu vertrauen, zu ihnen zu stehen und sie zum Wohl anderer zu entfalten.

Dies verdeutlichte er mit einem anschaulichen Vergleich: So wie Sonne, Regen und Tau einer Pflanze nichts Neues hinzufügen, sondern das bereits Angelegte wachsen und aufblühen lassen, so wirkt auch der Heilige Geist im Leben der Menschen. Er schenkt Kraft, Mut und Orientierung, damit das, was Gott in jeden Einzelnen hineingelegt hat, zur Entfaltung kommen kann. Zugleich betonte Pfarrer Hermann, dass der Heilige Geist kein „Lückenbüßer“ und kein Wunscherfüller ist. Gottes Geist begleitet die Menschen auf ihrem Weg, die ersten Schritte müssen sie jedoch selbst gehen.

Musikalisch wurden die beiden Firmgottesdienste von den Chören (Chörle Pliezhausen, Cantabile) der Pfarrei feierlich gestaltet.

Im zweiten Gottesdienst bereicherte außerdem eine Firmgruppe mit vier Mädchen die Feier. Mit zwei Liedern trugen sie zur festlichen Atmosphäre bei und gestalteten den Gottesdienst auf eindrucksvolle Weise mit.

Wir wünschen allen 39 Neugefirmten Gottes reichen Segen und den Mut, ihren Glauben im Alltag zu leben. Möge der Heilige Geist sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten, stärken und ihnen immer wieder zeigen, was im Leben wirklich wichtig ist.

Text: Veronika Tilinè-Vitèz
Bilder: Petar Cuk