Mit diesem Satz akzentuierte Diakon Roland Hummler in seiner Osterpredigt in Sankt Franziskus  und Sankt Andreas die Bedeutung von Ostern am Ostersonntag, 27.3.2016. Die österliche Erfahrung, die Maria Magdalena an Jesu Grab macht, ist auch für uns bedeutsam. Ostern, das ist zunächst Trauer um den Verlust: auch die Engel, die sie im Grab sitzen sieht, geben Maria keinen Aufschluss für das Unverständliche. Sie wendet sich um und sieht Jesus, den sie zunächst nicht erkennt. Erst als er sie anspricht, sie beim Namen nennt, erkennt sie ihn. Sie will ihn festhalten, aber er sagt zu ihr: Rühr mich nicht an! Denn Jesus ist noch nicht beim Vater.
Die Begegnung mit Jesus verändert Maria Magdalena: sie weiß, Jesus wird sie nie mehr verlassen, er bleibt für alle Zeiten bei ihr. Diese Erfahrung setzt sie in Bewegung: als erste Zeugin des auferstandenen Christus verkündet sie den Jüngern die frohe Botschaft der Auferstehung.
Die feierliche Ostermesse wurde vom Kirchenchor unter Leitung von Dietmar Pietsch gestaltet. Organistin war Danuta Lehner aus Unterhausen. Zur Aufführung kam die Messe in F-Dur von Martin Vogt (1781- 1854). Vogt war zu seinen Lebzeiten ein berühmter Kirchenmusiker, gewürdigt als elsässischer Haydn. Seine 36 Messen sind nach seinem Tod jedoch in Vergessenheit geraten. Erst in jüngster Zeit erfährt er wieder verstärkt Aufmerksamkeit.
Parallel zum Gottesdienst in der Kirche fand wegen der Umbaumaßnahmen die Kinderkirche in der Sakristei statt.
Angela Madaus

In St. Andreas  im Gottesdienst am Ostersontag um 9.00 Uhr zuvor sang der Kirchenchor verschiedene moderne Osterlieder: „Lasst uns das Ja zum Leben feiern“, ein „modernes“ Halleluja“ mit Zwischenrufen, „Die Gnade Gotts (Deutsche Übertragung von „Amazing Grace“)“, „Rosen blühn im Stacheldraht“ und „Ein Licht erschien in dieser Welt“.