Am Faschingsdienstag, 13.02.2018 kamen kurz nach 20.30 Uhr 30 Wallfahrer zu uns in die St. Andreas Kirche. Sie pilgerten gemäß dem Leitwort: „Gemeinsam den Weg der Hoffnung gehen“. Die eine Hälfte von ihnen war von Tübingen aus zu Fuß unterwegs mit dem Hungertuch bis zu uns und die andere Hälfte übernahm es für die nächste Etappe nach Bad Urach. Nachdem beide Gruppen ihre Erlebnisse auf der Hungertuchwallfahrt erzählt hatten, erklärte Pfarrer Hermann ihnen die besondere Architektur der St. Andreas Kirche und spendete den Segen für die Wallfahrer. Danach wurde das Hungertuch in einer Nachtwallfahrt weiter bis Bad Urach getragen.
Die Gruppe, die dann in St. Andreas übernachtete kam im Saal mit interessierten Gemeindemitglieder ins Gespräch. Die Wallfahrer erzählten von ihrem Unterwegs sein und ihren Begegnungen. Bei Nudeln, heißem Tee und anderen Getränken waren dies intensive Gespräche. In ihren Schlafsäcken fanden die Pilger dann Quartier im Saal.
Am nächsten Morgen gestalteten die Hungertuchwallfahrer den Aschermittwochs-Gottesdienst mit. Engagiert erklärte der Leiter der Gruppe, wie es vor 33 Jahren zur Idee der Hungertuchwallfahrt kam und welch großes Erlebnis es ist, mit dem Hungertuch verschiedenste Gemeinden zu besuchen und die Idee Misereors und den Einsatz für eine gerechtere Welt zu fördern. Das diesjährige Hungertuch, gemalt von Chidi Kwubiri aus Nigeria zeigt zwei Menschen, die sich begegnen. Sie sind gemalt in den Farben der zwei großen, sich vermischenden Flüsse Afrikas: Niger und Benue.
Die Gemeindemitglieder waren eingeladen diese Begegnung miteinander im Gottesdienst zu tun, nachzuempfinden, sich die Arme auf die Schultern zu legen und in die Augen zu schauen. Genau dies verbindet. Dies ist die Botschaft der diesjährigen Misereor Aktion: „Ich bin weil du bist“. Um die vielfältigen Krisen und Herausforderungen unserer heutigen Zeit zu begehen braucht es der Begegnung auf Augenhöhe und der Teilhabe aller. Nach diesem beeindruckenden Aschermittwochs-Gottesdienst machte sich die Gruppe nun auf dem Weg weiter nach Dächingen.