Gospelsongs zwischen Soul, Blues & Popmusik, so stand es auf dem Plakat und auf den kleinen Handzetteln, die auslagen, vorgetragen von der Gospel Connection am 20.03.2016 in der St. Andreas Kirche in Reutlingen.

Neunzehn Frauen und fünf Männer sowie der Leiter der Gruppe, der auch auf dem Piano die Sänger begleitete, kamen herein und stellten sich auf der Treppe vor dem Altar auf. Sie sangen für die Anwesenden, sie hatten Kontakt zu ihnen, man fühlte sich angesprochen und eingebunden. Gekommen waren Familien mit Kleinkindern, Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Altersstufen.
Herr Hummler, der ja den Kontakt zu der Gruppe herstellte, begrüßte die Sänger, freute sich darüber, dass sie gekommen sind und wünschte allen einen schönen Abend. Danach trat Herr Patrick Rützel, der Leiter der Gruppe, stellte sich und die Sänger vor und ging sofort ans Piano – und los ging’s!
Wir hörten Lieder, die vom Leiter selbst oder von einigen seiner Kollegen für den Chor arrangiert wurden. Das Klangbild des Chors war sehr homogen und raumfüllend, keine Stimme hörte man einzeln heraus, sie versuchten durch rhythmisches Klatschen und Bewegungen die Texte und Melodien zu begleiten, die in englischer Sprache gesungen wurden. Ein Song war in deutscher Sprache, „Das rauschende Wasser im Meer“, ein Lied zum „In-sich-Gehen“, ein Lied der Besinnung.
Sechs Solistinnen und ein Solist brachten sich ein, Herr Rützel stellte sie namentlich vor: Cornelia Stöhr (Wannweil), Annette Kies (Wannweil), Erika Künstner (Rommelsbach), Ralf Bertram (Sickenhausen) Ira Manske (Tübingen, Laura Hansen und Ellen Lehmann im Duett (Tübingen).
Der Chor nahm sich bei den Auftritten der Solisten zurück, das Klavierspiel unterstrich den Gesang. Die Sänger erzählten unter anderem von Moses, der darum bat, sein Volk doch aus Ägypten ziehen zu lassen. Eine Sängerin spielte auf dem Saxophon, begleitet durch das Piano, zu diesem Song gibt es keinen Text. Wir hörten Lieder mit Lob- und Preisrufen auf Gott. Wenn man die Augen schloss, fühlte man sich versetzt in eine Kirche im Süden der USA.
Herr Rützel forderte das Publikum auf, nun sich auch einzubringen. Man lernte auf die Schnelle einen Refrain, es war aber doch etwas schwierig, man gab sich Mühe. Zusammen mit dem Chor hat es aber doch sehr gut geklungen. Es herrschte eine tolle Stimmung im Kirchenraum.
Das Publikum verlangte Zugaben, die auch willig vorgetragen wurden. „Oh happy day“, das war’s ein glücklicher Tag, ein schöner Abschluss, ein gelungenes Konzert, mit viel Schwung. Herr Rützel bedankte sich für die Gastfreundschaft, für die Einladung und für die Gäste in der gut gefüllten St. Andreas-Kirche in Reutlingen-Orschel-Hagen. Das Publikum entließ die „Gospel Connection“ stehend und Beifall klatschend. Ein tolles Klangerlebnis stimmte uns alle – auch besinnlich – in die Karwoche ein.
Danke an alle Beteiligten, die das möglich gemacht haben.
Gerda Koppi, Reutlingen-Rommelsbach