„Beziehungen sind ein Abbild der göttlichen Liebe“,
so Pfarrer Dietmar Hermann in der St. Franziskuskirche in Pliezhausen an Sylvester 2017, dem Fest der heiligen Familie, welches am Ende des 19.jhdts. eingeführt wurde, als im Zuge der Industrialisierung Ehen zerbrachen und Kinderelend ein erschreckendes Ausmaß annahm. Es ist eine Antwort auf Gebrochenheit und Zerbrechlichkeit sozialer Strukturen und so auch heute noch aktuell. Der Zusammenhalt in der Familie ist nach wie vor die Basis der Gesellschaft, Familie wird aber heute vielfach anders gelebt als früher. Die neuen Beziehungsformen in ihren Facetten zu erkennen, vielleicht sogar anzuerkennen, ist Papst Franziskus ein Anliegen. Deshalb wirbt er 2016  in seinem nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia  für mehr Barmherzigkeit in der Anwendung der kirchlichen Morallehre und mahnt eine realistischere Sicht auf die Probleme heute an.

Ein besonders Augenmerk in den vielfältigen sozialen Strukturen gilt nach wie vor den Kindern; sie sind von Verführungen bedroht, ja sogar der Gewalt ausgesetzt. Als verletzlichste Glieder der Gesellschaft müssen sie besonders liebevoll begleitet und geschützt werden. Deshalb wurde jedes einzelne Kind im Gottesdienst von Pfarrer Hermann gesegnet.
Angela Madaus