Als „Abend der Erinnerung…“ aber auch als Blick in die Zukunft“, so Pfarrer Dietmar Hermann, war die Ein­stimmung am Auftakt­sonn­abend vor dem 50-jährigen Jubiläum von St. Andreas am 1.6.2019, gedacht. Um 19h wa­ren bereits fast 100 Interessierte vor der Kirche zusammengekommen  – knapp ein Drittel davon waren keine bekannten Gemeindegesichter, um bei einer kleinen Stadt­teil­füh­rung über den gleich nebenan lie­gen­den Dresdner Platz, die über 50-jährige gemeinsame Vergangen­heit, an­ge­leitet durch den Stadtführer Sven Föll – der selbst in Orschel-Hagen aufwuchs – und ergänzt durch alle an­we­senden Zeitzeug*in­nen, Re­vue passieren zu las­sen.

Föll geizte, wie manche Anwesenden – in seinem Rückblick – auch nicht mit O-Tönen aus der damali­gen Zeit. St. Andreas besondere Form wurde, war zu hören, – in der bewegten Zeit der 60er Jahre, mit dem ersten ame­ri­kani­schen Prä­sidenten John F. Kennedy, römisch-katholi­scher Konfession, mit Konrad Adenauer, dem katholischen ersten deut­schen Bundeskanzler und dem ers­ten kat­h­olischen Kanzler, Kurt Georg Kiesin­ger, der mit einer großen Koalition regierte – im Jahr der 1. Mond­landung zuweilen auch als „Seelen­ab­schuss­ram­pe“ betitelt. Von 1960 bis 1970 fuhr an Orschel-Hagen auch die Linie 4 der Straßenbahn ent­lang.

Das Nachkriegsprinzip – zur Durchmischung – in rein evangelischen Gebieten gezielt Katholi­k*innen anzusiedeln, war auch in Reutlingen, der Reformationsstadt der 1. Stunde, angesagt. An man­chen vergleichbaren Orten der Region, wie Troch­telfingen, hat dies  – bis heute – tatsächlich zu einer 50-prozentigen Ver­hältnis­mäßig­keit der Konfessionen ge­führt. Dieser Plan, für einen gesellschaftlichen Ausgleich, ging also auf.

In den Schaufenstern der Ge­schäfte sind – derzeit – großfor­ma­tige histo­rische Fotos aus den ersten Jah­ren des (Einkaufs-)Zentrums Orschel-Hagens aus­gehängt. – Diese wurden vorab gemeinsam mit den Kir­chen­gemeinderatsmitgliedern Thomas Drax­ler und Ingrid Wiedmann, sowie dem Fan histori­scher Bilder, Raimund Vollmer, im Stadt­archiv ausgewählt und an die ur­sprünglichen Orte der Geschäfte verteilt.
Es lief, erstellt durch Raimund Vollmer, auch eine Multimediaschau als Endlosschleife im Kirchenin­neren, was den wechselnden Zeitfenstern der Gäste, zwischen Schmaus und Plausch, schon am Vor­abend, vor der Stadtführung oder während und nach dem anschließendem Pick­nick sehr entge­gen­kam. Aber auch noch am Sonntag standen immer wieder Interessierte vor den eindrücklichen Bildern – un­terlegt mit stim­mig-monu­mentale Musik – der Präsentation im Kirchen­in­ne­ren. – Vom symbolischen ers­ten Spatenstich 1966, über die Grundstein­weihe und das Richt­fest 1967, die folgende Kreuzsetzung auf der Turmspitze und den ersten Gottesdienst, am Gründonnerstag, im darunterliegenden Gemein­desaal 1968, bis zur endgültigen Einweihung1969 waren die Fo­tos chronolo­gisch hinterein­an­derge­schal­tet. Auch ein paar Rund­umblicke – vom über 50 Meter hohen Kirchturm – auf das damals eben­falls noch in Fertigstellung befind­liche Orschel-Hagen.

Fast wie ein Feriendorf… wirkt auf Anhieb der Kern der Reutlinger „Gartenstadt“, des Stadtteils Orschel-Hagen. Wie von Sven Föll am Samstagabend erklärt wurde, war das Konzept der Gartenstadt ursprünglich ein von dem Bri­ten Ebenezer Howard, im Jahr 1898 in England, ent­wor­fenes Modell der planmäßigen Stadtentwick­lung, als Reaktion auf die schlechten Wohn- und Le­bensverhältnisse sowie zeitgleich steigende Grund­stücks­preise in den stark gewachsenen Großstädten.
Etwas außerhalb „im Grünen“ der Großstadt Reutlingen – wurde auch hier – wegen der (auch!) zur dama­ligen Zeiten größer gewordenen Wohnungsnot, be­zahlbarer Wohnraum, für die vielen klei­neren und mittleren Wohnraumwünsche, auf dem Reißbrett geplant und quasi aus dem Boden ge­stampft. Man wollte, nach dem Konzept, viel Grün, eine konsequente Trennung von Fußwegen und Fahrstraße – An Fahr­radwege hatte damals noch Keiner gedacht!, schmunzelte Föll -, großzügige Gartenanlagen, Sandkäs­ten, Golf­platz, Spiel­platz. Viel wurde in den 80er, 90er und 2000er Jahren noch dazu gebaut.
Bei der Findung der Straßennamen hatte man viel nachgedacht, diese sollten  – nach langen Dis­kus­sionen im Gemeinderat der Kommune – im ersten Bauabschnitt, aus alter Tradition, nach alten freien Reichs­städten in Deutschland benannt werden. Eine Idee des derzeitigen Oberbürgermeisters Oskar Kalbfell, die fast konsequent verwirklicht werden sollte. So schafften es immerhin 21 deutsche freie Reichsstädte namentlich genannt zu werden, von der Aalener Straße bis zur Wormser Straße. Neben der Crailsheimer und der Heidenheimer Straße fallen der Berliner Ring und der Dresdner Platz etwas aus diesem Raster. Geschuldet ist dies den einschlägigen welthistorischen Ereignissen der 60er Jahre. Der Berliner Ring wurde im 2. und 3. Bauabschnitt 1962 begonnen, zur Zeit des Mauerbaus. Zu diesem symbolischen Akt liegt heute noch im Stadtarchiv der Stadt ein Dankesschreiben des damali­gen regie­renden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt. Was den Bruch mit der konsequenten Na­mens­gebung beim zentralen „Dresdner“ Platz auf sich hat, der just am Ende des letzten Bauabschnitts entstand. Hier war man explizit gewillt „das Beste zum Schluss“ kommen zu lassen, wollte es moderner, wollte „…bitte keine alten Namen mehr!“, so Föll. Nach einem weiteren monatelangen Hin und Her, wo­bei Straßbur­ger Platz auch favorisiert mit im Spiel war, einigte man sich schließlich auf den heute noch gültigen Na­men Dresdner Platz.


In der Großform eines „Schmetterlings“ wurden die geschwungen anmutenden Straßenführungen, um ein Ein­kaufs­zentrum – als die eine Hälfte eines Herzstücks – inklusive Polizeistation, Fahrschu­le, Postfi­liale, Sparkasse, Bank, Ärzte – ein Friseur durfte auch nicht fehlen – und sogar eine Zweig­stelle der Stadt­bib­liothek, für ei­ne wirt­schaft­lich ex­pan­dieren­de Zu­kunft, für eine „Zeit der Aufbruchs­stimmung“, linear-mäandernd arrangiert. Manche der heutigen Geschäfte und Nutzbauten kamen allerdings erst später dazu, zum Beispiel die Be­bauung durch das Sparkassenareal, dort wo frü­her ein Spielplatz war.

Der Mittelpunkt der kleinen Satellitenstadt am Dresdner Platz, „Er erfüllt auch heute noch, seine ur­sprünglich angedachten Zwe­cke“, so eine Teilnehmerin der spannenden Führung am Samstag­abend.  Dieser damals hoch­moderne Häuserbau war sehr ge­wünscht! – „Jawohl, wir wollen das so modern wie möglich machen!“, hieß es da­mals, „eine moderne Stadt der kurzen Wege“.
Und tatsächlich, relativ unverändert, sieht das Ge­samten­semble aus Hoch- und Rei­hen­häu­sern, sowie ein Kom­plex von öffentlichen Gebäuden, im Bauhausjahr 2019, noch immer recht brauchbar und zweck­dienlich aus. – Es gab schräg hinter dem Ortszentrum noch eine Schule und den Kindergar­ten und sogar ein kleiner See, für Gerberbetriebe, wurde dort angelegt.
Sven Föll wusste angesichts der Pa­lette an Möglichkeiten als Kind bereits genau, er wolle einmal „bei der Poschd arbaida, die hätten nicht zu viel zu tun…“. Nach einem heiteren Gelächter kamen dann bei manchen Besuchern gleich weitere Erin­nerungen aus der eigenen Kinderzeit hoch.


Den alten Konsum gibt es nicht mehr. Der Gastwirt der heute noch existierenden Gaststätte „Ring“ hieß unter den Kindern der „Schorle“. Beim „Milcher“ gab es damals die Milch noch in Kannen, und es gab nicht nur Käse, es gab auch „Schleck“ für ein oder zwei Pfennige, beim „Bauder“ war er teurer, und deshalb war die­ser der „wichtigste“ Laden.  Einmal hätte ein Freund einen 10 DM-Schein geschenkt be­kommen, sie hätten den sofort „verklopft in Süßis“, danach „wär ihne so schlecht gwesn“ wie niemals mehr im Leben, gibt Föll zu.
Beim Konfektions- und Wäschegeschäft kaufte der Vater die Anzüge und, wenn sie Glück hatte, hat die Mutter für sich auch was „zum Anziehn“ gefunden.
Der freundliche Beamte auf der Bank habe den Überfall heil überstanden und sich außerdem immer Zeit genommen um ein Formular anzunehmen. Wo jetzt die öffentlich zugänglichen Bücher in einem Glasschrank stehen war frü­her die Telefonzelle. Bei der Stadtbücherei schließlich, da habe sich als Ein­ziges in den letzten 5 Jahrzehnten scheinbar gar nichts verändert. „Die gleichen Öffnungszeiten wie da­mals!“, stellt eine Zuhörerin fest. Wie damals, nur nachmittags und jeweils nur drei Stunden, an vier Tagen der Woche.

Dem ins Stadtarchiv ausgeschwärmten Team Draxler, Wiedmann und Vollmer wurde am Ende ganz herzlich gedankt, für die so schön ausgewählten – überschaubar und spannenden – Bilder für die Schau­fenster. Der Stadtführer erläuterte noch den Umstand, dass es damals sehr viel mehr Bildma­te­rial leider nicht gegeben habe. In den 60er und 70 er Jahren habe die Bevölkerung noch relativ wenig Geld zum Ausgeben für Luxusgüter besessen, am Wenig­sten habe man damals deshalb Geld gehabt für einen guten Fotoapparat.- Eine ortskundige Zeitzeugin wuss­te auf dem kurzen gemeinsamen Rück­weg zur Wiese vor der Kirche, wo das – gelb-weiß – gehaltene Fest­zelt zum Picknick, aber auch die Jurte der Pfadis zum Pubquiz schon warteten, noch etwas zum damals großen Kin­der­reichtum zu berichten.  Bei 8-10000 Einwohnern reichten die Kindergärten bei weitem nicht aus, sie platzten aus allen Nähten. Die Wartezeiten und Wartelisten zur Aufnahme waren lang. Und so bekam so manches Orschel-Hagener Kind dieser Zeit frühestens ab 4 Jahren einen Kin­dergartenplatz und höchstens für 1-2 Jahre.

Die zweite Herzhälfte…
bil­den ungefragt die beiden – direkt an die „Shoppingmall der 70er“ – angren­zen­den Kirchen, die e­van­ge­lische Kirche „Jubilate“ (geplant 1962 und erbaut 1967) mit dem über 30 Meter hohen Glockenturm und die katholische Kirche St. Andreas, mit dem 50 Meter hohen, metallisch-segel­förmigen Spitzturm die ebenfalls  schon 1962 ge­plant war, aber erst am 14. Juni 1969,  fast auf den Tag genau vor 50 Jah­ren, durch Weihbi­schof Carl Josef Leibrecht eingeweiht werden konnte. – Beide Kirchen prägen deutlich die Silhouette Reutlingens vor dem Albtrauf.

Vor­ab mussten die Orschel-Hagener kat­holi­schen Gläubigen sich noch in einer Bara­cke, ganz in der Nähe, auf Höhe des heutigen Alten- und Pflege­heims Gertrud Luckner, für die sonntäg­liche Messe einfinden. Dort begründeten sie auch ihre ersten Ehren­amts­kreise, wie die heute noch existierende Gruppe „Frau­en knüpfen Kontakte“. „Die Katholik*innen mussten in diesem neuen Stadtteil Reutlingens lange auf ih­re Kir­che warten“, so die Worte des damaligen 1. Bürgermeisters Karl Guhl.
Laut Guhl war mit dem Stadtteilprojekt – in der damals aufstrebenden Industriestadt Reutlingen – die Schaffung ordentlicher Wohnverhältnisse angestrebt worden um nicht nur den Bedarf der kinderreicher gewordenen Familien, sondern auch den sich erhöhenden Zuzug der vie­len Ver­triebenen, die (O­ber-)­Schlesier und die Banater Schwaben, die oft unter erbärmlichsten Umständen kamen und ihr Leben hier neu aufbauen wollten, aufzufangen. Schließlich kamen ab 1978, dann noch die soge­nannten „boat­peo­ple“ – die die heutige viet­namesische Gemeinde formen – die vorab erst im angrenzenden Rapperts­ho­fen, unterge­bracht wor­den war, bevor sie in die „Gartenstadt“ übersiedel­ten.
In den 60er Jahren war Orschel-Hagen als bewusst autarker Stadtteil, der weniger einer Tra­ban­ten-, sondern mehr einer Satellitenstadt ähneln sollte, erdacht. Denn „Hier wird ein Stadtteil gebaut, dessen Zusam­menleben eine gewisses Eigenleben haben wird, das zu einer gewis­sen Selbstständig­keit bei­trägt!“, so die Wor­te des damaligen 1. Bürgermeisters Karl Guhl. Er  wurden dafür, von der Kommune – um jegli­chen Bo­den­spekulationen vorzu­beu­gen – 80 HA Land, zu einem sehr guten Preis zur Verfü­gung ge­stellt, und von 1960 bis 1970, in sie­ben Bauabschnitten, 2400 Wohnungen als Heimstatt für 8-10000 Menschen errichtet.
Der Name soll sich von den beiden im Norden Reutlingens gelegenen Fluren ableiten, auf denen der Stadt­teil errichtet wurde. Der erste Bestandteil des Namens Norsel könnte sich auf die geographische Lage im Norden der Reutlinger Gemarkung bezie­hen. Der Namensbestandteil  sel komme von Althoch­deutsch  seli­da (= Haus, Hütte). Der Name Orschel könne daher auf einen kleineren Bauernhof im Nor­den Reut­lingens Bezug genommen haben. Der Name Hagen, schwäbischen beziehungs­wei­se mittel­hochdeutschen Ursprungs, könne als eine mit Dornbü­schen umgrenzte Weide be­schrie­ben wer­den.
Hier fanden die verschiedenen Neuzuge­zo­ge­nen, von denen viele aus katholischen Gegenden her­kamen, rund um die Andreaskirche ihre neue Heimat, denn der gemeinsame Glaube ver­band sie, auch über unter­schiedliche Kulturgrenzen hinweg.  Aber, so Guhl: „Es war ein langer und mühsamer Weg bis Orschel-Hagen endlich seine eigene katholische Kirche bekam.“ – 1962 gewann der Architekt Wilfried Max Beck-Erlang (1924-2002) – in Erlangen geboren und in Reut­lingen aufge­wach­sen – den Wettbe­werb mit seiner, in der Formgebung die Symbolik der heiligsten Drei­faltigkeit betonenden, Pla­nungs-idee für einen Kirchenbau. (Beck-Erlang hatte sich als Erstes in sei­ner Heimat­stadt, bereits 1952-53, durch den Bau des, am Bahnhof gelegenen und heute nicht mehr ex­istierenden, Parkhotels „Fried­rich-List“ einen Namen gemacht. In den 70ern baute er, neben weiteren Kirchen und Wohnhäusern, unter anderem das Pla­ne­ta­rium in Stuttgart und in Mannheim). 1967 wurde endlich der Grund­stein geweiht und erst 1969 konnte die Kirche ein­geweiht werden. – Ein metallisches Zeltdach, gestützt durch leiter­artig glas­besetzte Stahlträger, die regelmäßige Lichteinfälle ge­währleisten und dabei das schräg lie­gen­de And­reaskreuz abbilden, ga­b dem Bau gleich auch den Na­men des 1. Apostels Jesu mit auf den Weg.
Wer einmal in der Nähe von Krakau durch eine, in den 50er Jahren ähnlich geschaffene, komplette Vor­ortstadt, namens „Nowa Huta….“ (zu deutsch etwa `Neue Hütte´) – geführt wurde, der erkennt erstaun­lich bemerkenswerte Paral­lelen. Sie war dort in den 50ern als sozialistische Mustersiedlung – ebenfalls  – aus dem Boden gestampft worden, mit Wohnraum für allerdings 100 000 Menschen. Nowa Huta war ebenfalls als eigene (Vor-)-Stadt geplant und besitzt deshalb – auch heute noch – alle Versorgungs­ein­richtungen. Dort aber ver­langte die Bevölkerung jahrelang vehe­ment nach einem Gebäude, das damals vom sozialistischen Regime im Plan der vermeintlichen Ideal­stadt nicht vorgesehen war: einer Kirche. In den 70er Jahren schließlich wurde diese dort, durch – von über­wie­gend tief gläubigen ka­tho­lischen Be­woh­nern  – eigener Hände Arbeit und mit dem – von ihnen – selbst herbei geschaffenem Bau­material er­baut.

Beim Pick­nick im Zelt wurden am Auftaktsonnabend des 1. Juni 2019, munter Salate, Wurst, selbstgeba­ckene Hörn­chen und Brote ausgepackt, herumgereicht und im munteren Gespräch gemeinsam ge­nossen. Wer kein Essen zum An­bieten mit hatte spen­dierte dafür – das Grundnahrungsmittel schlecht­hin – ein paar Bier oder an­dere Getränke.

Ausblick:

Am Tag des Deutschen Denkmals, am 8. September, um 15h, gibt Stadtarchivar, Sven Föll, eine aus­führli­che­re Füh­rung zu Fuß, durch ganz Orschel-Hagen

Der Film „ Leben in Orschel-Hagen“, den Raimund Vollmer derzeit mit Zeitzeugen dreht, wird am 10. November gezeigt.

Mechthild Betz