Familiengottesdienst zum Ferienbeginn in Sankt Franziskus am 24.7.2016

Ferien: neue Kraft tanken, aus dem Trott herauskommen, seinen Akku aufladen, Schweres abladen, um neu beginnen zu können, Ortswechsel, mit neuen Eindrücken voll gesaugt wiederkommen.
Aber: Was oder wer gibt uns diese Kraft? Wo ist unsere Quelle, aus der wir unsere Kraft schöpfen? Wo ist der Brunnen, der sich nie erschöpft?

Der Gottesdienstkreis gab auf diese Fragen – bildgestützt – eine metaphorische Antwort:
Im fernen Senegal lebt das Flughuhn. Es ist kleiner als eine Taube, hat einen kurzen Schnabel, kurze Beine, ein beiges Gefieder und es lebt in der Wüste. Wüstenfuchs und Schakal sind seine natürlichen Feinde. Sein Hauptproblem ist der Wassermangel. Da es in der Wüste kein Wasser gibt, fliegen die Flughühner jeden Abend in der Dämmerung bis zu 50 km zur nächsten Wasserstelle. Dort trinken sie und ihr Federkleid saugt sich voll mit Wasser. So fliegen sie zurück zum Nest, wo die durstigen Jungvögel darauf warten, das Wasser aus den Federn der Eltern trinken zu können.
Die Kinder verstanden nun, warum sie vor dem Gottesdienst aufgefordert worden sind, wassergetränkte Schwämme auszuwringen. Sie haben die Schwere dieser Schwämme gespürt und konnten sich nun gut vorstellen, welche Leistung die Flughühner vollbringen müssen, um ihren Jungen das Überleben zu sichern.
Wo finden wir Menschen aber nun unser Lebenswasser? Wir finden es jeden Sonntag im Gottesdienst und immer wieder in unseren persönlichen Gebeten und vor allem auch in dem Gebet, das uns Jesus selber gelehrt hat und welches das gemeinsame Gebet der ganzen Christenheit auf der ganzen Welt ist, dem Vaterunser. Die einzelnen Zeilen wurden abwechselnd von der Gemeinde und – symbolisch für die weltumspannende Kraft dieses Gebetes – von einzelnen Sprechern in verschiedenen Sprachen – gesprochen.
Am Ende des Gottesdienstes verabschiedete das Chörle die Kinder mit einem Friedensgruß („Frieden wünsch ich dir!“) und Pfarrer Hermann erteilte der Gemeinde den Reisesegen:
Gott segne eure Wege, egal wohin ihr geht. Er segne eure Ziele, wohin       der Wind euch weht. 
Er segne Berg und Täler, das Meer, den weiten     Strand. 
Er segne auch die Ferne, das unbekannte Land. Er segne jeden Menschen, der gerne mit euch geht. 
Er segne jede Freundschaft, die dabei neu entsteht. 
Er segne alle Tage und führe euch zum Glück. 
Er segne eure Schritte: Kommt gut nach Haus‘ zurück.”
Angela Madaus