Am zweiten Adventssonntag hat die Kirchengemeinde zu einem besinnlichen Nachmittag ins Gemeindezentrum St. Gebhard in Mittelstadt eingeladen. Beginn war um 14 Uhr mit einem besonderen Weg mit Blick auf die bevorstehende Geburt Jesu Christi. Frau Julia Scharla führte uns durch die verschiedenen Stationen.


Diese Tage im Advent werden begleitet von einigen Glaubenszeugen, die auch uns über unser Verhältnis zum christlichen Glauben nachdenken ließen.
Da steht am Beginn des Monats Dezember die hl. Barbara, die fest zu ihrem Christ-sein stand, und dafür sterben musste.
Der hl. Nikolaus, Bischof von Myra in Kleinasien, hatte stets ein offenes Ohr für den Kummer der Menschen und half, wo er konnte – auch für uns eine Anregung, christliche Werte zu vermitteln.
Die nächste Station führte uns zu Johannes dem Täufer. Er zog durch das Land und taufte am Jordan viele, die zu ihm kamen. Auch wir sind getauft mit dem Feuer des heiligen Geistes, das in uns ein Leben lang brennen möge, um auch andere damit anzustecken.
Der Engel Gabriel erfüllte einen wichtigen Auftrag Gottes. Unerwartet verkündete er Maria, dass sie die Mutter des Gottessohnes werden soll. Sind auch uns im Leben schon Boten Gottes schon begegnet?
Obwohl auch auf Josef eine verantwortungsvolle Aufgabe wartet, kommt er im Neuen Testament kaum vor. Er handelt und tut aber, was der Engel ihm aufgab, Maria zu sich zu nehmen, obwohl sie schwanger war, und die Familie zu schützen.
Sind auch wir sensibel für das Wort Gottes? Schützen wir ebenso die Menschen, mit denen wir unser Leben teilen?
Weiter begegnen wir Lucia, der Lichtvollen. Sie war ein Lichtsein für Menschen, die wegen ihres Glaubens gefoltert oder getötet wurden. Besonders im Advent, in der Zeit der Erwartung, sollen auch wir Licht für andere sein.
Maria, die Geliebte Gottes, fügt sich dem Willen ihres Herrn. Sie trägt Jesus unter ihrem Herzen und bringt Christus, sie bringt Gott zur Welt. Der Mächtige hat Großes an ihr getan. Maria ist gesegnet unter den Frauen.
Am Schluss standen wir vor der leeren Krippe u. beendeten die Meditation mit einem Gebet:
Ich will mich auf deine Ankunft vorbereiten. Herr, ich warte auf dein Kommen.
Ich soll dir den Weg bereiten, lebe wie die Heiligen, die uns im Advent zeigen, wie man dir den Weg bereiten kann. Ich bin immer wieder gescheitert. Doch du wirst kommen, auch zu mir.Nach dem meditativen Adventsweg erwartete uns ein adventlich geschmückter Gemeindesaal. Auf den Tischen standen Kerzen u. Weihnachtssterne, dazwischen Tannenreisig, die viele fleißige Hände vorbereitet hatten. Bei Kaffee, Tee und leckeren Kuchen begann nun der gemütliche Teil des Nachmittags. Musikalisch umrahmt wurde er von der St. Andreas-Band, die ausschließlich aus vietnamesichen Gläubigen besteht. Die Band spielte neben Adventsliedern auch ein Geburtstagsständchen für Pfarrer Hermann. Vermutlich wegen des starken Schneetreibens kamen leider nur wenige Besucher, was sehr schade war.
Elfriede Drissner