Konstruktion und Materialwahl

Das Gemeindezentrum steht auf einem Stahlbetonsockel, der sich aufgrund der topographischen Situation nach Süden hin als ca. 2m starker Sockel in Richtung des renaturierten Dietenbachs zeigt und Analogien zum Stahlbetonsockelbau der Kirche herstellt.

Es ist in Holzbauweise ausgeführt. Das Dachtragwerk besteht aus übereinander liegenden linearen Holzträgern in unterschiedlichen Richtungen, bei denen erst im Verbund eine raumprägende, flächige Wirkung entsteht. Die größeren Spannweiten im Bereich des Saals führen zu einer auch außen wahrnehmbaren Überhöhung, was das Gebäude volumetrisch auf dem Grundstück verankert. Die Wände bestehen aus einer bewährten Holzrahmenbaukonstruktion.

Die Fassade als dunkel eingefärbte Holzschalung stellt einen Bezug zur umgebenden Natur (Dietanbach, heterogener Baumbestand) her. Gleichzeitig wird durch die Farbwahl eine Abstrahierung des Fassadenmaterials erzielt, der die prägnante Formgebung des Entwurfs stärkt.

Im Inneren erlebt man in Analogie zur bestehenden Kirche, eine weitestgehende Sichtbarkeit des Holzes. Gemeinsam mit einem Hochlamellenparkett in den Sälen und Gruppenräumen entstand so ein warmer und einladender Raumeindruck. Die Fassade ist als klassische Pfosten-Riegel-Fassade in Holz-Aluminium-Bauweise ausgeführt. In den geschlossenen Wandbereichen kamen Dämmpaneele zum Einsatz.

Ein innovativer Aspekt liegt im unmittelbaren Nebeneinander von Baudenkmal (Kirche St. Andreas als Stahlbau bzw. Stahlbetonbau auf Stahlbetonsockel) und dem Neubau als zeitgemäße, ökologisch nachhaltige Holzbaukonstruktion. Diese wurde als innovative Holzbauweise mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-Mittel) und mit Landeskofinanzierungsmitteln gefördert. Insbesondere die sinnliche Wahrnehmbarkeit des Holzes der Dachkonstruktion in den Innenräumen führt zu atmosphärischen Räumen, die der Gemeinde als Zentrum der alltäglichen Gemeindearbeit dienen.

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- Telefon: 07121 / 61 07 68
- E-Mail: StAndreas.Reutlingen@drs.de

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