Am Sonntag wurde das neue Gemeindehaus St. Andreas feierlich eingeweiht.
Zahlreiche Gemeindemitglieder, Gäste aus Kirche und Politik sowie Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen versammelten sich zu einem festlichen Gottesdienst und der anschließenden Segnung des neuen Hauses.
Am Gottesdienst wirkten zahlreiche Gäste und Mitarbeitende mit.
Mit dabei waren Bau-Bürgermeisterin Angela Weiskopf und Vertreter der Ortsgemeinden, die Architekten Panzer und Oberdörfer sowie Planungsingenieure und Handwerker, die das Bauprojekt begleitet haben. Auch Pfarrerin Silke Bartel und Christinnen und Christen anderer Konfessionen nahmen als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit an der Feier teil.
Die vietnamesische Gemeinde gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit; unter den Mitwirkenden war auch ihr Leiter, Pfarrer Huynh Cong Hanh SVD. Ebenso wirkte Diakon Esteban Rojas mit.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Bedeutung des neuen Gemeindehauses als Ort der Begegnung und Gemeinschaft.
Pfarrer Dietmar Hermann erinnerte an die geistliche Inspiration des Hauses durch seinen Namenspatron:
„Der Namensgeber des Hauses inspiriert: Der Apostel Andreas war Fischer und der erste, der von Jesus gerufen wurde. Er brachte seinen Bruder Petrus zu Jesus, so war er von Anfang an Brückenbauer. Wie die Fischernetze des Andreas, so wollen wir auch ein Netzwerk sein, das Menschen miteinander verbindet.“
Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die eindrucksvolle und engagierte Predigt von Dekan Hermann Friedl. Er rief die Gemeinde dazu auf, dem Beispiel der Apostel zu folgen – Menschen, die keineswegs perfekt gewesen seien, sondern Menschen „mit Ecken und Kanten“, mit Herausforderungen und Brüchen. Gerade darin liege ihre Glaubwürdigkeit. Zugleich betonte der Dekan, dass kirchliche Erneuerung nur dort Zukunft habe, wo konkrete Menschen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen, Glauben zu leben und Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. Ohne dieses Engagement jedes Einzelnen blieben selbst die besten strukturellen Veränderungen ohne Perspektive.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vielfältig gestaltet:
- Der Chor der vietnamesischen Gemeinde,
- der Chor Cantabile von St. Andreas
- sowie der Chor aus Pliezhausen verliehen der Feier einen festlichen musikalischen Rahmen.
Auch die Kinderkirche und zahlreiche ehrenamtlich Engagierte brachten sich aktiv in die Feier ein.
Ein besonderes Angebot für die Kinder war die Kinderkirche, deren Programm von der Gemeindereferentin Veronika Tilinè-Vitèz und der Pastoralassistentin Anamarija Žunabović Juričić vorbereitet und gestaltet wurde.
Nach der Eucharistiefeier richteten mehrere Gäste Grußworte an die Gemeinde und gratulierten zu diesem wichtigen Ereignis im Leben der Pfarrei.
In ihrem Grußwort dankte die gewählte Vorsitzende Margarete Zeiler allen Ehrenamtlichen sowie den Mitgliedern des Festausschusses für ihren großen Einsatz bei der Organisation des Festes. Ein besonderer Dank galt dem KGR-Mitglied Andreas Götz für sein herausragendes Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung der Feierlichkeiten.
Bau-Bürgermeisterin Angela Weiskopf, Architekt Fabian Panzer, Pfr. Silke Bartel und die stellvertretende gewählte Vorsitzende der Gesamtkirchengemeinde Annette Albers, würdigten das neue Gemeindehaus als Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und des gesellschaftlichen Miteinanders und hoben die besondere Architektur und das hohe Engagement der Gemeinde hervor und, dass in einer Zeit großer Umbrüche und Unsicherheiten mit dem Bau ein Hoffnungszeichen gesetzt wird.
Im Anschluss zog die Gemeinde in einer feierlichen Prozession zum neuen Gebäude. Voran wurde das Kreuz aus dem alten Gemeindehaus getragen, gefolgt von den Kindern der Kinderkirche, Ministrantinnen und Ministranten sowie der Gemeinde.
Die Segnung des neuen Gemeindehauses wurde gemeinsam von Dekan Hermann Friedl und dem Pastoralteam gestaltet:
- Pfarrer Dietmar Hermann,
- Diakon Esteban Rojas,
- Gemeindereferentin Veronika Tilinè-Vitèz,
- Pastoralassistentin Anamarija Žunabović Juričić,
- Referent für Engagemententwicklung Aleksei Volchkov
- sowie Pater Huynh Cong Hanh SVD
beteten gemeinsam um Gottes Segen für das Haus und alle Menschen, die hier ein- und ausgehen werden.
Das Festprogramm fand sowohl auf dem Gelände der Gemeinde als auch in den Räumen des neuen Gemeindezentrums statt. Im großen Saal hatten die Gäste während des gemeinsamen Essens und der Begegnung Gelegenheit, Filme kennenzulernen, die die Geschichte des Baus des neuen Gemeindehauses sowie die verschiedenen Angebote, Gruppen und Aktionen vorstellten, die künftig aus den bisherigen Räumlichkeiten dorthin verlegt werden sollen. Die Filme wurden von Thao Nguyen und von Aleksei Volchkov vorbereitet.
Mit großer Dankbarkeit blickte die Gemeinde auf die vergangenen Monate des Planens, Bauens und gemeinsamen Engagements zurück. Ein besonderer Dank galt allen Architekten, Handwerkern, Ehrenamtlichen und Spendern, die zur Verwirklichung des Projekts beigetragen haben.
Das neue Gemeindehaus St. Andreas soll künftig ein Ort des Ankommens sein – offen für Begegnung, Austausch, Glauben und gemeinsames Leben.
Text, Fotos: Aleksei Volchkov
































