Hungertücher

Am Samstag, 24. Februar 2024 hatte Margot Mattedi zu einem Vortrag über die Hungertücher in den Franziskussaal geladen. 30 Interessierte waren ihrer Einladung gefolgt. Sie erfuhren von den Ursprüngen der Tradition um 900 n.Chr., als weiße Leinentücher den Altarraum von der Gemeinde trennten. Über die Hochphase, in der auf den Tüchern, in farbigen Bildern, Darstellungen aus dem neuen und alten Testament als „Lesebuch der Bibel für die Armen“ (Analphabeten) dargestellt waren. Bis hin zum Niedergang der Tradition durch Reformation und Aufklärung. Erst 1976 wurde der Brauch von Misereor wieder aufgegriffen. Im Auftrag von Misereor erstellen zeitgenössische Künstler aus allen Erdteilen alle zwei Jahre ein neues Hungertuch. Nach einer Meditation zum aktuellen Hungertuch wurde ein Film über den Künstler, der das aktuelle Hungertuch gestaltet hat und über die Entstehung des Hungertuches gezeigt. Im Anschluss an den Vortrag konnten die 24, seit 1976 von Misereor beauftragten Hungertücher, als Drucke im Format DIN A3 betrachtet werden. Es folgte ein reger Austausch zum Vortrag und den ausgestellten Hungertüchern.

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