Gedenktag der Heiligen Barbara                Sonntag, 04. Dezember 2016,
Gedenktag des Heiligen Nikolaus              Dienstag, 06. Dezember 2016

„Wir sagen euch an, den lieben Advent, sehet die zweite Kerze brennt ….., mit diesem Adventslied wurde die Gemeinde eingestimmt in die besinnliche Zeit des Advent, in die zweite Woche der Vorweihnachtszeit, die Zeit der Erwartung, der Geburt Jesu.

Drei Kinder sprachen zusammen mit Herrn Pfarrer Hermann das Kyrie: „Herr, erbarme dich unser.“ Die Fürbitten wurden ebenfalls von drei Kindern vorgetragen.
Lasst uns froh und munter sein …… so erklang das bekannte Kinderlied.

Durch die Eingangstür erschien der Heilige Nikolaus mit Mitra und Bischofsstab, majestätisch schritt er durch die Kirche und nahm oben im Altarraum auf dem bereit gestellten Stuhl Platz.  Ho, ho, ho, was war das? Der Weihnachtsmann kam in rotem Kostüm, Bart, Cola-Flasche und Cola-Paket in den Kirchenraum, er nahm dann ebenfalls oben im Altarraum Platz. Zwischen ihnen hatten die Helferinnen und Helfer ein Frage- und Antwortspiel aufgebaut, die Kinder und auch die Erwachsenen wurden von Frau Ogiermann aufgefordert, die Fragen zu beantworten: An was erkennt man den Heiligen Nikolaus und an was den Weihnachtsmann. Die Kinder waren eifrig dabei, die Fragen nach den Beiden wurden alle richtig beantwortet. Eine letzte Erläuterung zum Weihnachtsmann sagte uns, dass um 1863 Einwanderer aus den Niederlanden in die USA die Geschichte des Nikolaus mitbrachten, diese wurde dann durch die Firma Coca-Cola zu einer Werbefigur umgeändert, der Weihnachtsmann war und ist so in der Vorweihnachtszeit überall präsent. Der Heilige Nikolaus wurde vermutlich in Patara, einer Stadt in Lykien, geboren. Er wurde während der Christenverfolgung unter Kaiser Galerius ins Gefängnis geworfen. Um diese Geschichte ranken sich viele Legenden. Im 6. Jahrhundert war der Kult um Nikolaus von Myra im Osten sehr verbreitet und kam im Laufe des 10. Jahrhunderts auch in den Westen.


Oh Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu …, Gotteslob Nr. 233
Mache dich auf und werde Licht …., Gotteslob Nr. 219

Matthäus 3, Verse 1 bis 12
Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste des jüdischen Landes und sprach: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen (Jesaja 40, 3): »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und machet richtig seine Steige!« Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jüdische Land und alle Länder an dem Jordan und bekannten ihre Sünden und ließen sich taufen von ihm im Jordan. Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zur Taufe kommen, sprach er zu ihnen: „Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Frucht der Buße! Denket nur nicht, dass ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin nicht genug, ihm die Schuhe abzunehmen, der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und er hat seine Wurfschaufel in der Hand, er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln, aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.“

Noch einmal Lied Nr. 219.

Drei Gestalten, zwei Nikoläuse und Johannes, weisen uns, dass das Himmelsreich nahe ist. Nikolaus hat andere beschenkt, er hat den Weg vorbereitet, die Herzen geöffnet, wie die Türchen des Adventskalenders. Alles Böse soll weggeräumt werden. Advent ist die Zeit der Versöhnung, des Nachdenkens über das eigene Handeln. Die Menschen waren begeistert, deshalb gingen sie zur Jordantaufe. Von den Heiligen können wir lernen. Während eines Jahres konnte zum Beispiel in Myra kein Korn geerntet werden, es brach eine Hungersnot aus. Bischof Nikolaus sprach: „Betet zu Gott, er wird uns bestimmt helfen.“ Ein Schiff legte an, voll beladen mit Korn. Die Menschen baten die Matrosen, ihnen von dem Korn Säcke zu überlassen, die Matrosen lehnten ab und begründeten dies, dass ihr Herr das nicht zulassen würde. Der Bischof überzeugte die Matrosen, dass – wenn sie in ihrem Heimathafen gekommen wären – kein Korn fehlen würde. Die Seeleute gaben volle Säcke herunter, die Menschen konnten das Korn mahlen und Brot backen. Das Schiff legte ab und bei der Ankunft in der Heimat fehlte kein Korn der Ladung. Nikolaus hatte nicht gelogen, das hat die Menschen überzeugt.

Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht und das Wort, das wir sprechen als Lied erklingt …, Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt, und die Not, die wir lindern, zur Freude wird ….Lied Nr. 470, die Verse 1 und 2.

Alle Kinder durften nun in den Altarraum zu den Ministranten kommen, sie fassten sich an den Händen und beteten gemeinsam das Vaterunser.
Es erklang das Sanctus, Gotteslob Nr. 197 und zum Agnus Dei Gotteslob Nr. 749.

Das Chörle Cantabilé unter der Leitung von Kornelia Wittek, das den ganzen Gottesdienst mit Musik und Gesang begleitete, spielte und sang während der Kommunion.
Lied Nr. 861: Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen …. war das Schlusslied. Bischof Nikolaus betrat erneut die Kirche und hatte einen „schweren“ Sack dabei. Die Kinder wurden eingeladen, vor die Kirche zu kommen, um beim Nikolaus ein kleines Geschenk zu bekommen. Auf alle Besucher warteten außerdem Glühwein, Kinderpunsch und Waffeln.

Auf ein High-Light wurde hingewiesen: Am Abend um 19:00 Uhr würde ein großes Benefiz-Weihnachtskonzert in St. Andreas stattfinden. Der Gospelchor Gönningen wird sein Weihnachtsprogramm vorstellen.

Das Büchlein „Kochen und Backen“ konnte am Ende des Gottesdienstes zum Preis von 8,00 €/Stück erworben werden. Es eignet sich als „Mitbringsel“ zu allen Gelegenheiten aber auch für den eigenen Gebrauch.

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Gerda Koppi, Reutlingen-Rommelsbach