Der Martinsumzug zur kath. St. Gebhardskirche hat in Mittelstadt bereits eine liebgewordene Tradition. Eltern, die früher selbst mit Ihren selbstgebastelten Laternen zum Umzug gingen, gehen mittlerweile mit ihren eigenen Kindern jedes Jahr zum Martinsumzug.
Um 17 Uhr trafen sich die Akteure an der Ev.-methodistischen Eben-Ezer-Kapelle. Diakon Roland Hummler machte eine kleine Einführung und prüfte natürlich, was die Kleinen noch von St. Martin wussten. Mit Unterstützung des Musikvereins Mittelstadt wurde zur Einstimmung die altbekannten Lieder „Trag zu den Kranken ein Licht“ und „Laterne, Laterne . .“ gesungen, bevor sich der Zug mit dem heiligen St. Martin hoch zu Ross in Richtung St. Gebhardskirche aufbrach. Martin Quast aus Mittelstadt spielte erstmalig die Rolle seines Namenspatrons. Der Umzug hatte dieses Jahr beträchtliche Ausmaße angenommen, wir schätzen ca. 300 Kinder, die St. Martin begleiteten.

Der Höhepunkt war das Martinsspiel auf dem Parkplatz vor der kath. Kirche, bei dem Diakon Roland Hummler den Bettler spielte. Barfüßig und mit einem Rupfensack bekleidet kam sein Flehen um Hilfe authentisch bei den Kindern an. Das Zerteilen des roten Mantels mit dem Schwert sollte den Kindern zeigen, das solidarisches Handeln, in Form von teilen, auch in unserer Zeit weiterhin wichtig ist. Zum Schluss wurde das Lied „Mach dich auf und werde Licht“ im Kanon gesungen, bevor die Kinder zur Mesnerin, Frau Wurst, rannten, um den bekannten Martinswecken zu holen, und ihn gemäß der Martinsgeschichte mit ihren Freunden zu teilen.

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