Kurz vor dem Martinstag kam es noch zu einer kleinen Aufregung, denn das Pferd von Martin wurde krank und ohne ein Pferd wäre der Umzug undenkbar gewesen. Doch die Gemeindereferentin Veronika Tiline-Vitez, der die diesjährige Planung und Durchführung oblag, fand in letzter Minute noch einen „neunen“ Martin. Mit Frau Tina Platzer wurde eine versierte Reiterin gefunden, die mit ihrem Pferd Brownie den Umzug souverän anführte.

Wir hatten das Gefühl, dass nach Corona ein noch größerer Zuspruch bei den Kindern und Eltern zu verzeichnen war. Pünktlich um 17 Uhr konnte Veronika die zahlreichen Kinder an der Eben-Ezer Kapelle begrüßen. Auch der Musikverein Mittelstadt spielte noch 2 Lieder, bevor der Umzug mit dem Klassiker „Ich geh mit meiner Laterne ..“ sich in Richtung St. Gebhard Kirche in Bewegung setzte. Dort angekommen wurde gemeinsam das Martinslied gesungen. Nun folgte das Martinspiel vorgetragen von Veronika als Bettlerin und von Sandra Diebold die verschiedene Texte dazu vorlas. An mehreren Stellen wurde das Spiel unterbrochen, und die Kinder sangen, vom Musikverein begleitet, weitere Strophen des Martinslieds. Die Handlung zeigte, wie St. Martin mit dem frierenden Bettler seinen Mantel teilte. Auf diese Weise wurden den Kindern das Teilen an diesem praktischen Beispiels vermittelt. Vertieft wurde das am Schluss nochmals mit dem Teilen des Martinswecken, der mit dem Freund geteilt werden sollte. Auch das nachfolgende Lied „Tragt zu den Kranken ein Licht“ war ein Hinweis auf das Einstehen von St. Martin für Hilfsbedürftige.

Mit dem Kanon „Mache dich auf und werde Licht“ der in zwei Gruppen vorgetragen wurde, fand der Tag einen harmonisches Abschluss und die Kinder durften sich den lange ersehnten Martinswecken abholen.