Fronleichnam – das Hochfest des Leibes des Herrn

Der Fronleichnamsgottesdienst begann dieses Jahr vor der Kirche in Mittelstadt mit der deutschen Schubertmesse, begleitet vom Musikverein Mittelstadt (Dirigent Jonas Gschweng), der dann auch die Prozession zu den beiden Altären und zurück zur Kirche anführte. Der Blumenteppich vor dem ersten Fronleichnamsaltar verdeutlichte die Perlen des Glaubens, der zweite veranschaulichte das Geheimnis der heiligen Dreifaltigkeit.

Diakon Roland Hummler erschloss in seiner Predigt die Bedeutung dieses Festes: Wenn wir den Leib des Herrn in der Monstranz durch die Straßen tragen, so „zeigen“ wir (lateinisch „monstrare“), von wem wir uns anstecken lassen, wer uns auf unserer Lebensspur leitet und stärkt. Es handelt sich nicht um einen demonstrativen Triumphalismus, sondern um ein „anspruchsvolles Geschehen“, wir öffnen uns für ein Geheimnis, für etwas, das wir nicht selber sind und das Paulus so in Worte fasst: Wir sind Christi Leib und Glieder seines Leibes. Christ-Sein heißt dann, den Geist Christi heute, hier und jetzt, zu erkennen und danach zu leben, indem wir tätig werden für den anderen, vor allem für diejenigen, die am Rand der Gesellschaft leben. Der Kirchenvater Augustinus brachte den Sinn des Festes auf eine prägnante Formel: „Seid, was ihr seht, und empfangt, was ihr seid.“
Angela Madaus

Das Fronleichnamsfest war für die ganze Gemeinde ein schöner Tag. Dank sagen wir den vielen Helfern und Helferinnen von Jung bis Alt bei den Blumenteppichen, dem Gottesdienst und dem Gemeindefest und der Spielstraße. Besonderer Dank gilt auch der Bäckerei Bayer aus Mittelstadt, dem Musikverein sowie allen anderen Spendern von Blumen, Kuchen….