Seit mehr als 700 Jahren feiert die katholische Christenheit Fronleichnam (mittelhochdeutsch „was den Leib des Herrn betrifft“), genauer gesagt, das Hochfest des Leibes und Blutes von Jesus Christus und gedenkt dabei in besonderer Weise der Einsetzung dieses Sakramentes der Eucharistie (griechisch „Danksagung“), das Jesus am Vorabend seines Todes im Abendmahlssaal eingesetzt hat. Es geht zurück auf eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich, der Christus 1209 bedeutet habe, dass in der Kirche etwas fehle. Man muss beachten, dass die Kommunion, das heilige Brot, damals noch sehr selten empfangen wurde. Zur Erinnerung an die Bedeutung dieses Sakramentes wird der Leib Christ alljährlich in der Form der Hostie (diesmal durch Pfarrer Udo Hermann und Diakon Roland Hummler) durch den Ort getragen. An zwei (früher vier) Altären danken die Gläubigen für dieses Sakrament. Durch die Prozession wird das Christentum in seiner ganzen Fülle erfahrbar in allen Himmelsrichtungen; die Blumenteppiche vor den Altären, die von Firmlingen, Kommunionkindern und Messdiener/Innen gelegt wurden, symbolisieren das Wachstum der Schöpfung und sind natürliche Zeichen des Segens Gottes, – so Diakon Roland Hummler in seiner Predigt.
Feierlich begleitet wurden Gottesdienst und Prozession durch den Musikverein Mittelstadt unter Leitung von Jonas Gschweng.
Angela Madaus