In Sankt Gebhard fand am 5. Juli wieder ein Familiengottesdienst statt, diesmal als Wortgottesfeier im Freien. Das ist ja eigentlich nichts Besonderes, denn es gibt immer wieder Open-Air-Gottesdienste. Der farbenprächtigste ist ja traditionell die Fronleichnamsfeier.

Nur war 2020 alles etwas anders. Wegen der Corona-Pandemie fiel Fronleichnam sozusagen aus beziehungsweise, es fand reduziert und nicht im Freien statt. Sonntagsgottesdienste konnten wochenlang gar nicht gefeiert werden, jetzt finden sie wieder statt, aber den Besuchern ist das Singen nicht erlaubt. Dafür haben wir wenigstens eine Alternative gefunden: 3 bis 4 Vorsänger/Innen singen stellvertretend für die Gemeinde.

Familiengottesdienste entfielen ganz. Und das war für Kinder und ihre Familien ein umso schwerwiegender Verlust, als ja gerade Kinder die am wenigsten Gefährdeten sind, aber aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen zu den von der Epidemie besonders schwer Getroffenen gehörten, – keine Schule, kein Kindi und kein Familiengottesdienst! Das war hart.

Deshalb haben sich vor allem die Familien gefreut über die Idee des Picknick-Gottesdienstes auf der Wiese hinter der Sankt Gebhard -Kirche vergangenen Sonntag. Frau Tiline Vitez und das Familiengottesdienstteam hat ihn gestaltet, das Chörle musizierte. Die Kinder durften zwar noch nicht mitsingen – das war ja nicht erlaubt -, aber sich zur Musik bewegen, tanzen, stampfen und Klatschen, das durften sie. Immerhin!  Sie mussten auch nicht still in Bänken sitzen, sondern konnten es sich auf den mitgebrachten Decken gemütlich machen.

Vielleicht erlaubt schon der nächste Familiengottesdienst am 26.7. noch etwas mehr an Beteiligung. Den Familien ist es vor allem zu wünschen, dass sie sich wieder regelmäßig zum Gottesdienst treffen können.

Angela Madaus