Die Seelsorgeeinheit Reutlingen Nord hat viele Mitglieder im Vorort Reutlingen-Rommelsbach, so war es nur gut, sich die Zeit zu nehmen, sich auch im Dorfleben von Rommelsbach zu präsentieren, mitzumachen beim Dorffest, mitzumachen beim ökumenischen Gottesdienst am Vormittag des 25. Juni 2017 auf dem Platz in der Dorfmitte.
Einige Vorbesprechungen fanden statt: „Was machen wir?“ „Was können wir anbieten?“ „Wer hilft mit beim Umsetzen der Ideen?“ Die beim Dorffest immer dort tätigen Vereine waren etabliert, boten das Übliche an (siehe Speisekarte), es musste etwas Besonderes sein. Da kam die Idee: „Wir werden Lángos anbieten.“ Herr Buchmann und seine Frau von den Banater Schwaben brachten die Einrichtung und haben die Lángos gebacken, Frau Elisabeth Schwarz brachte in zwei großen Gefäßen den Teig, den sie am Vormittag für das Fest hergestellt hatte. Es konnte losgehen!

Der Tag begann mit dem ökumenischen Gottesdienst, den Frau Pfarrerin Ellenberger hielt. Der Gottesdienst wurde unterstützt von Mathias Böckmann am Keyboard, für die musikalische Umrahmung sorgte der Frauenchor „side by side“, geleitet von Susann Fenchel. Mit dabei waren Mitglieder der St.-Andreas-Kirche, sie lasen im Wechsel zusammen mit den Gemeindemitgliedern den Psalm 31 und sprachen die Fürbitten.

Zum Thema des Tages „Zeit füreinander“ wurden aus dem Bibeltext Prediger 3 die Verse 1 bis 15 gelesen. Geh aus mein Herz und suche Freud, dieses schöne Sommerlied stimmten die Gottesdienstteilnehmer an.

Ein jeglicher hat seine Zeit und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, würgen und heilen, brechen und bauen, weinen und lachen, klagen und tanzen, Steine zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen, suchen und verlieren, behalten und wegwerfen, zerreißen und zunähen, schweigen und reden, lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit. Man arbeite, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon. Ich sah die Mühe, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie darin geplagt werden. Er aber tut alles zu seiner Zeit und lässt ihr Herz sich ängsten, wie es gehen sollte in der Welt, denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Darum merke ich, dass nichts Besseres drinnen ist denn fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeglicher Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut in aller seiner Arbeit, das ist eine Gabe Gottes. Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht immer: man kann nichts dazutun oder abtun. Und solches tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll. Was geschieht, das ist zuvor geschehen und was geschehen wird ist auch zuvor geschehen und Gott sucht wieder auf, was vergangen ist.

Chronos                    die Zeit läuft vorbei
Kairos                        Glücksmoment
Ajon                           Ewigkeit

Die erläuternden Worte der Predigt zum Thema Zeit in Verbindung mit diesen griechischen Worten Chronos und Kairos wurden von der Gemeinde unterstützt durch das Singen der jeweils passenden Verse der beiden Lieder: „Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht, bringe ich vor dir“ ….. und „Wer nur den lieben Gott lässt walten …..“ Der Schluss der Predigt war der 7. Vers von Wer nur den lieben Gott lässt walten. Gott hat Zeit geschenkt, er hat nichts von Eile gesagt, wir werden alle Zeit haben, zum Beispiel hier auf dem Dorffest. „Meine Zeit steht in deinen Händen, nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir. Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir……“, dies ist der Refrain eines weiteren Liedes. Nach dem Segen erklang die Melodie aus EKG Nr. 272, Ich lobe meinen Gott…….
Es war eine schöne Stunde, ein guter Einstieg in das folgende Dorffest.

Äffle und Pferdle waren dabei, die kleinen und die „großen“ Kinder konnten sich mit ihnen fotografieren lassen und die Bilder am Stand von Romina nachher abholen.

Die Vereine hatten sich sehr „ins Zeug gelegt“, es gab für jeden etwas. Die Bänke waren voll besetzt, was natürlich auch an dem schönen Wetter gelegen hat. Es war trocken – aber nicht allzu heiß. Gegen 17:30 Uhr waren die meisten Vorräte „verputzt“.
Frau Pfarrerin Ellenberger, Herr Pfarrer a. D. Mayer-Traulsen und Herr Pfarrer Hermann,
gelebte Ökumene

Die Kinder kamen auch auf ihre Kosten, es gab eine Malecke, Holzfische konnte man aus einem kleinen Teich angeln, die Feuerwehr hatte einen Wasserschlauch angeschlossen, die Kinder konnten mit dem Wasser durch ein Loch zielen, was auch nicht immer gelang. Ein Kinderspielzeug-Flohmarkt war aufgebaut, Bücher konnten in der Bücherei für 0,50 € das Stück erworben werden, es gab Zuckerwatte und Popcorn, alles, was das Herz begehrt. Auch boten Kindergruppen der Grundschule, der Kindergärten Reisweg, Steinhäuser Straße und Tannheimer Straße ein tolles Programm auf der Bühne. Mit dabei war auch die Donauschwäbische Tanz- und Folkloregruppe mit ihren Tänzen sowie der Sportverein Rommelsbach mit der Tanzgruppe „Dream Dancer“.Die Männer des Sängerkranzes Rommelsbach erfreuten das Publikum mit bekannten Weisen und schlossen damit das Programm ab.

Es war ein toller Tag, ein riesengroßes Dankeschön muss den Frauen und Männern der St.-Andreas-Kirche gesagt werden, hatten sie doch am Samstag den Pavillon aufgebaut und am Sonntagabend wieder abgebaut. Fleißige Hände schafften am Stand, alles hat prima geklappt. Sie waren beim Gottesdienst aktiv und brachten sich beim Dorffest ein. Frau Zeiler, Herr Jütting, Frau Hennig und Herr Koppi waren die Hauptakteure dieser Planungen. Auch ein Danke an Familie Buchmann und vor allem an Frau Elisabeth Schwarz, denn ohne Teig (es waren zirka 20 kg) gibt’s nun mal keinen Lángos.