Lebendig und engagiert erzählte Schwester Dr. Lea Ackermann am Freitag, 20. Oktober 2017 im Franziskussaal in Pliezhausen von ihrer Lebensgeschichte und wie sehr die Solidarität mit Frauen in Not auch heute gefordert ist.

1985 gründete sie dazu auch die Frauenrechts-Organisation SOLWODI (SOLidarity with WOmen in DIstress). Der Anfang ihres Wirkens war in Mombasa in Kenia. Ihr Einsatz gilt den Frauen, die in Probleme und Notlagen kommen durch Menschenhandel und Zwangsprostitution, Zwangsheirat, Bedrohung durch Ehrenmord, Gewalt in Ehe und Partnerschaft, Integrations- und Aufenthaltsproblemen, juristischen Problemen z.B. bei Sorgerechtsstreit und sonstigen schwierigen Lebenssituationen, die für die Frauen allein nicht lösbar sind. Scharf kritisierte sie das deutsche Prostitutionsgesetz und stellt dagegen das Nordische Modell, das den Sexkauf in jeglicher Form strafbar macht.

Mit den rund 50 Anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörern entwickelte sich ein interessantes Gespräch über die Würde des Menschen in unserer heutigen Gesellschaft und wie diese durch Geldgier oft missachtet wird.