Im Mittelpunkt stand das Thema Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten. Es wurden Haltungen für die Arbeit bzw. den Prozess im Kirchengemeinderat erarbeitet. So ging es am Freitag um das gemeinsame Kennenlernen und die Haltung „des Loslassen – Lassen“.

Samstagfrüh ging es um die Haltung „Vertrauen – auf uns – auf andere – auf Gott“.
Danach wurde von Frau Mechthild Gräber vorgestellt, was sich hinter dem Entwicklungsplan Pastoral verbirgt, nämlich die Veränderung des Blickwinkels:
„Werft das Netz auf der anderen Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen.“ Joh 21,6
Stichworte hierzu waren:

  • Haltungen einüben – auch in der Gemeinde, nicht nur der KGR
  • Lebenswirklichkeit wahrnehmen (wo stehen die Leute, was machen die Leute, wo ist der Bedarf)
  • Kirche in der Welt von heute sein (Kirche dorthin bringen, wo die Menschen sind)
  • Kirche am Ort = Seelsorgeeinheit à mit  Kirchengemeinden, Teilgemeinden, muttersprachliche Gemeinden à Vernetzung mit anderen kirchlichen Orten und zusammen arbeiten (Krankenhausseelsorge, Erwachsenenbildung, Schulpastoral, Orte der Caritas u.a.)

Phase 1: Geistliche Erneuerung und pastorale Ausrichtung
Die Rahmenbedingungen sind:

  • Es soll ein Prozessteam gebildet werden, bestehend aus: Pfarrer, Pastoralteam, jede Kirchengemeinde, andere kirchliche Orte – später Vertreter aus Kommunen, Pfarrer der Ökumene, je nach Themen (Prozessteam kann deckungsgleich sein mit dem Gemeinsamen Ausschuss).
  • Ziel ist, neu zu entdecken wo und wie sich Menschen und das Evangelium heute begegnen – im eigenen Leben und im Leben anderer.
  • Der Prozess wird auf 2 Jahre ausgelegt und er endet mit der Pastoralvisitation. Zeitraum ist die Amtsperiode KGR 2015 – 2020.
  • Möglichst viele beteiligen – Begeisterung – Kirchengemeinderäte können sich beraten lassen und können beraten – alle sollen davon erfahren (an anderen Orten: Schulen, Supermarkt, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Mündigkeit: Wie wollen wir uns in unserem Lebensraum positionieren? (Prioritätenlisteerstellen – baulich – strukturell – Auftrag – was können wir auch lassen, weil andere es machen)
  • Leitungsaufgaben werden verteilt auf mehrere (Ausschussleitung)

Phase 2: Pastorale Profilierung
Ziel ist Schwerpunkte zu setzen, sich zu vernetzen und zu ergänzen. Dabei sind Experimente und Projekte wichtig, aber es soll auch Bestehendes gestärkt werden.

Phase 3: Pastorale Umsetzung und strukturelle Veränderungen
Ziel ist, dass sich unterschiedliche Profile in den Kirchengemeinden einander ergänzen und strukturell gesichert werden. Die Struktur folgt den entwickelten Aufgaben.
Die anschließende Diskussion brachte kritische Anmerkungen, wieweit hier nicht auch kirchlich nicht gemachte Aufgaben der Amtskirche zu Mangelverwaltung führen. Aber es wurde auch deutlich: Wir brauchen eine Haltungsveränderung, sonst verpassen wir als Kirche die Zukunft. Durch den Mangel an hauptamtlichem Personal muss die Arbeit neu strukturiert werden, um Arbeit bestmöglich tun zu können.

Am Nachmittag führten wir eine Lebensraumanalyse durch. Die Kirchengemeinden stellten ihren Lebensraum und ihre Beziehungen dar. 

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Es folgte die Diskussion über mögliche Erweiterungen – Synergieeffekte, in welche Richtung wollen wir gehen, wo können wir in Kooperationen gehen, wo reicht uns das, was da ist, wo wollen wir neue Ideen ausprobieren

Es war ein gutes Wochenende und wir danken unseren Moderatoren Renate Barwig, Mechthild Gräber.