Samstag, 29. Juli 2017, morgens 08:00 Uhr.

An der Bushaltestelle gegenüber der St. Andreas-Kirche versammelte sich eine Gruppe von Frauen und Männern, sie warteten auf den Bus, mit dem sie zum diesjährigen Ausflug starten wollten. Der Bodensee war bereit für sie!! Das Wetter war gut, es zeigten sich nur einige Wolken am Himmel, die aber als harmlos eingestuft wurden. Die Fahrt konnte losgehen, denn der Bus war inzwischen eingetroffen.

Thomas Draxler hatte ein tolles Programm für diesen Tag ausgearbeitet. Das erste Highlight war das Schloss Heiligenberg. Bei der Führung hörten wir, dass das Schloss den Fürsten zu Fürstenberg gehört und dass es noch von dieser bewohnt wird. Im 16. Jahrhundert wurde die einstige mittelalterliche Burg im Renaissancestil umgebaut. Das Wertvollste waren die Kirchenfenster. Es wurden hier keine bunten Gläser verarbeitet, sondern Edelsteine, die bei Sonneneinfall wunderbar erstrahlten. Ein paar Räume durften wir besichtigen. Zuerst die Kapelle mit ihrer reich ausgeschmückten Kassettendecke. Die Kapelle ist in ihrem Baustil einmalig, sie hat zwei Emporen ebenso unterirdische Räume, in denen Mitglieder des Fürstenhauses bestattet wurden. Wir besuchten die Schlossküche mit ihren Küchenwerkzeugen, alle mit der Hand zu betreiben, und bewunderten den großen Herd, der, so wurde erläutert, wollte man ihn zum Kochen benutzen, zwei Tage vorher mit Holz angeheizt werden musste. Kochtöpfe aus Kupfer befanden sich auf dem Herd, die so schwer waren, dass sie nicht angehoben werden konnten. In die Schlafräume durfte man einen Blick durch eine Glasscheibe werfen. Aber das Prachtvollste war der Rittersaal!! Auch hier eine wunderschöne Kassettendecke, die so schwer ist, dass sie abgehängt montiert werden musste. Von dem Rittersaal war der Blick aus dem Fenster auf die Landschaft und auf den Bodensee traumhaft.
Pünktlich um 12:00 Uhr – zur Mittagszeit – kamen wir in Überlingen an. Freie Verfügung stand im Programm, man konnte bummeln, etwas essen oder trinken oder sich einfach am Ufer des Sees auf eine Bank im Schatten der Bäume setzen und die Seele baumeln lassen. Ein Besuch im Münster St. Nikolaus hatten Einige eingeplant. Das spätgotische dreischiffige Münster wurde im frühen 18. Jahrhundert im barocken Stil ausgestattet.
Thomas hatte darum gebeten, pünktlich um 13:45 Uhr am Hafen zu sein. Die Leute waren pünktlich, alle waren da.

Wir durften auf einem Bodenseeschiff Platz nehmen, es brachte uns über Dingelsdorf, der Insel Mainau, Unteruldingen nach Meersburg. Dort mussten wir dann das Schiff verlassen, um mit einem anderen über Hagnau, Immenstaad nach Friedrichshafen zu fahren. Bei diesem schönen Wetter war das Panorama, das wir vom Schiff aus sahen, toll. Vorbei an den Pfahlbauten und am alten und neuen Schloss Meersburg und vorbei an Weinbergen. Die Cafés am Ufer waren gut besucht, auf dem See tummelten sich unendlich viele Segelboote, die Bergkette der Schweiz war in der Ferne auszumachen.

In Friedrichshafen angekommen, stiegen wir in unseren dort schon wartenden Bus, um den letzten Punkt unseres Tagesausfluges anzusteuern, den Höchsten. Noch nie hatte ich vorher davon gehört. Thomas erläuterte uns, dass es der höchste Berg mit 833 m zwischen Donau und Bodensee wäre, es befindet sich dort die Wasserscheide, ähnlich wie bei Münsingen. Ein Teil der Flüsse münden in den Rhein und dann in die Nordsee, der andere in die Donau, um im Schwarzen Meer zu enden. Dort befindet sich der schwäbisch-alemannische Mundartweg. Auf zehn Tafeln sind originelle Ausdrücke, Redewendungen und Sprüche beschrieben. Außerdem haben sich 50 prominente Persönlichkeiten mit ihren Fußabdrücken verewigt. Oben vom Pavillon kann man den Abend mit Blick auf den Bodensee genießen.

Nicht weit vom Gipfel befindet sich das Bergrestaurant Höchsten. Dort waren für uns Tische reserviert und mit einem Lied als Tischgebet klang bei einem gemütlichen, sehr guten Abendessen der Abend aus.

Im hinteren Teil des Busses wurden noch einige Lieder gesungen, die Albert Mayer auf der Gitarre begleitete, dann wurde es ruhig, die Helden waren müde.

Ein riesengroßes Dankeschön möchte wir, die Mitglieder des Kirchenchores und deren Gäste, die mitgefahren waren, an dieser Stelle loswerden. Der Ausflug war – auch angesichts des guten Wetters – wunderbar. Vielen Dank an Thomas Draxler, fast auf die Minute genau war alles geplant und organisiert. Er hatte zwei große Tüten Brezeln dabei, als er in den Bus in Orschel-Hagen eingestiegen war, die er unter die Reisenden verteilte. Jeder Reisende bekam von ihm ein Programm und einen Stadtplan von Überlingen. Gerda Koppi hatte Rosinenschnecken und Mandelhörnchen vorbereitet, das Busunternehmen hatte Getränke ein gekühlt, es war für alles gesorgt.

‘s war oifach schee!!!!!!      J