Unter dem Leitwort „Die Kirche bleibt im Dorf, solange das Dorf in der Kirche bleibt“ fand am Freitag, 24. April, im Saal des Gemeindehauses St. Gebhard ein Ideen- und Begegnungsabend statt.
Der Abend war Teil der Vorbereitung auf das Jubiläum „50 Jahre St. Gebhard“, das am 10. Mai 2026 gefeiert wird. Ziel des Treffens war es, gemeinsam mit Menschen aus Mittelstadt über die Rolle der Kirchengemeinde im Ort nachzudenken und Ideen für die Zukunft zu sammeln.
Etwa zweieinhalb Dutzend Menschen nahmen an dem Abend teil – überwiegend Bewohnerinnen und Bewohner von Mittelstadt. Besonders erwähnt werden darf Siegfried Drissner, der gemeinsam mit seiner Frau gekommen war. In den Jahren 1967–1978 war er Bürgermeister von Mittelstadt und wirkte maßgeblich an der Entwicklung des Ortes sowie an wichtigen Projekten des Gemeindelebens mit.
Nach einem kurzen Impuls von Pfarrer Dietmar Hermann und Dr. Aleksei Volchkov zu den Themen „Kirche der Zukunft“, „Räume der Zukunft“ und „Kirchengemeinde im Sozialraum“ kamen die Teilnehmenden an den Tischen miteinander ins Gespräch.
Pfarrer Hermann stellte zentrale Zahlen und Beobachtungen vor, die die gegenwärtige Situation der Kirche prägen, und berichtete über Reform- und Entwicklungsprozesse, die derzeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart angestoßen werden. Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden in Tischgruppen über ihre Erfahrungen im Ort, ihre Erwartungen an die Kirchengemeinde und mögliche Ideen für die Zukunft von St. Gebhard aus.
Im Anschluss folgte ein weiterer Impuls von Aleksei Volchkov. Er sprach darüber, welche Rolle kirchliche Räume heute im sozialen Leben eines Dorfes spielen können. Angesichts des Rückgangs von Gasthäusern, Läden und anderen Begegnungsorten verlieren viele Dörfer wichtige Räume für Austausch und Gemeinschaft. Kirchliche Gebäude könnten daher stärker als offene Begegnungsorte wirken und Raum für Initiativen, Gespräche und gemeinschaftliche Aktivitäten im Dorf bieten.
Ein kreativer Einstieg bildete die Auswahl eines Bildes, das ausdrücken sollte, was Kirche persönlich bedeutet. Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen im Ort aus:
- Wie gut fühlt man sich in Mittelstadt eingebunden?
- Wie informiert man sich über Angebote im Ort und in der Kirchengemeinde?
- Was fehlt noch im Gemeindeleben?
- Welche Ideen und Initiativen könnten im Gemeindehaus entstehen?
Die Vorschläge und Anregungen zur Weiterentwicklung der Kirche, die in den Gesprächen an zwei Tischen gesammelt wurden, wurden anschließend im Plenum von Tanja Rudolf und Bernhard Partenbreiter vorgestellt.
Viele Anregungen wurden gesammelt und auf Rückmeldebögen festgehalten. Dabei zeigte sich deutlich:
„Ein Gemeindehaus lebt vor allem durch die Menschen, die es nutzen und mit Leben füllen.“
Der Abend klang bei persönlichen Gesprächen in angenehmer Atmosphäre aus und bot eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu stärken.
Die gesammelten Ideen und Rückmeldungen werden nun ausgewertet und fließen in die weitere Vorbereitung des Jubiläumsfestes ein.
Schon jetzt sind alle herzlich eingeladen zum großen Jubiläum:
- 10. Mai 2026 – Fest „50 Jahre St. Gebhard“ in Mittelstadt.
- Beginn 10.00 Uhr mit einem Familiengottesdienst
In naher Zukunft findet ein weiteres Treffen im kleineren Kreis mit dem Referenten für Engagemententwicklung, Aleksei Volchkov, statt. Dabei soll ein konkreter Plan zur Umsetzung der vorgeschlagenen Initiativen erarbeitet werden.
Weitere Informationen folgen in Kürze.
Foto, Autor des Textes: Aleksei Volchkov
















