Seit 1. April 26 ist in unserer Seelsorge Einheit die Stelle des Referenten für Engagemententwicklung besetzt. In allen drei Kirchen stellte sich an Ostern Dr. Aleksei Volchkov vor.
Als Kirche leben wir im Sozialraum und vieles geschieht aus dem freiwilligen Engagement. Vernetzungen zu forcieren, einzelne in ihrem Engagement zu fördern, auch außerhalb der Kirche wahrgenommen zu werden und damit zielgerichtete Medienarbeit, Unterstützung von Initiativen und vieles mehr gehören zum Arbeitsfeld. Margarete Zeiler, die Gewählte Vorsitzende, erwähnte dies in ihrer Begrüßung und wünschte ihm gute Begegnungen und Gelingen.

Danach stellte sich Dr.Aleksei Volchkov vor:
Liebe Gemeinde,
mein Name ist Aleksei Volchkov, und ab jetzt werde ich unter Ihnen in der Seelsorgeeinheit Reutlingen Nord als Referent für Engagemententwicklung arbeiten. Meine Aufgabe ist es, ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde zu stärken und weiterzuentwickeln: Menschen dabei zu helfen, ihre Talente zu entdecken und ihren Platz im kirchlichen Leben zu finden, neue Formen der Mitarbeit zu eröffnen und die Kirche stärker mit unserem sozialen Umfeld zu vernetzen – mit Vereinen, Schulen, anderen christlichen Konfessionen und der kommunalen Gemeinschaft. Außerdem möchte ich den pfarrlichen Medien neues Leben einhauchen und dazu beitragen, dass die drei Kirchen unserer Seelsorgeeinheit für die Menschen vor Ort sichtbarer werden.
Seit 2021 lebe ich in Tübingen. Meine Heimatstadt ist jedoch Sankt Petersburg in Russland. In Deutschland habe ich drei Jahre an der Universität gearbeitet und mich mit interkulturellen Projekten beschäftigt. Als Koordinator des Projekts „Forum Kulturdialog“ habe ich Begegnungsräume für Menschen mit russischsprachigem und ukrainischem Hintergrund aufgebaut. Im Jahr 2024 wurde das Projekt mit dem Tübinger Integrationspreis ausgezeichnet. Außerdem war ich bei der Caritas tätig und in der Flüchtlingsseelsorge engagiert.
Von Ausbildung her bin ich Historiker und Theologe (Dr. theol.). Besonders interessieren mich das Neue Testament, die Geschichte des frühen Christentums, interkulturelle Kommunikation sowie soziale Arbeit im kirchlichen Kontext.
Ich bin orthodoxer Christ – und sehe darin keine Einschränkung, sondern vielmehr eine zusätzliche Chance für meine Arbeit. Denn ich gehöre selbst zu der Gruppe von Menschen, die ich ansprechen möchte: Menschen, die nicht katholisch sind, die katholische Kirche aber gut kennen, sie schätzen und sich ihr in vieler Hinsicht verbunden fühlen – kulturell, sozial und menschlich. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es ist, sich einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen, ohne ihr ganz anzugehören. Manchmal kann gerade diese Perspektive von außen neue Türen öffnen.
Mich tragen und inspirieren mein Glaube an Jesus Christus, meine Familie (ich habe eine Ehefrau und drei Kinder) sowie die Geschichte des frühen Christentums – meines liebsten Abschnitts der Kirchengeschichte.
Ich freue mich sehr darauf, Sie kennenzulernen, liebe Mitchristen, und gemeinsam mit Ihnen das ehrenamtliche Engagement und die Beteiligung am Leben unserer Gemeinden weiterzuentwickeln.

