Verabschiedung von Pfarrer Franklin

Am Sonntag, 8. März 2026 wurde Pfr. Franklin Josef Pottananickal aus der Seelsorgeeinheit verabschiedet. Hier die Worte, die Sandra Colitta für die Seelsorgeeinheit sprach:

„Lieber Franklin!
„Sei ein Segen!“ Das ist der Bibelvers, den du dir 2004 zu deiner Priesterweihe in Indien ausgewählt hast und unter den du dein Wirken stellst. Und in der Tat warst du für unsere Gemeinden ein Segen und eine große Bereicherung.

Im Namen der Seelsorgeeinheit darf ich heute hier vorne stehen. Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich dir am liebsten gar nicht „Lebe wohl“ sagen möchte, weil du in den letzten beiden Jahren zu einem wichtigen Teil unserer Gemeinde geworden bist. Ich möchte dir aber von Herzen DANKE sagen!

Am 20. Januar 2024 durften wir dich hier in unserer Seelsorge- Einheit Reutlingen Nord Willkommen heißen. In den vergangenen zwei Jahren hast du Einblicke in unsere verschiedenen Gruppen und Gremien erhalten. Du warst bei verschiedenen Aktionen, Veranstaltungen und Sitzungen dabei. Voll Interesse, Offenheit und Herzlichkeit hast du Anteil genommen an den Menschen. Ich glaube, ich darf mit Recht sagen, dass du bei den einzelnen Gruppen nicht einfach „nur“ dabei warst, sondern ein Teil von ihnen wurdest.

Ein besonderer Höhepunkt war im Herbst 2024 ganz sicher die von den Ministranten organisierte Fahrt nach Rom. Aber nicht nur für die Ministranten bist du wichtig gewesen, auch den Seniorengruppen, dem Anbetungsteam, den Frauengruppen und dem Bibelabend- Team – um nur ein paar wenige zu nennen. Auch in der vietnamesischen Gemeinde und im ACK hast du dich eingebracht.

Es war mir auch jedes Mal eine Freude, dir im Gottesdienst beim Predigen zuhören zu dürfen. Weil es dir gelingt, den Bibeltext in einfachen, verständlichen Worten zu formulieren und seine Bedeutung für uns heute hervorzuheben. Danke, dass du auf diese Weise deine Überzeugung und deinen Glauben mit uns geteilt und an uns weitergegeben hast! Ich fand deine Auslegungen des Evangeliums stets sehr inspirierend.

Dein Wirken beschränkte sich aber nicht nur auf den Kirchenraum. Du hast dich auch auf den Weg gemacht zu den Menschen und Familien unserer Gemeinden. Die daraus entstandenen Begegnungen waren geprägt von deiner Freundlichkeit, deiner Für- und deiner Seelsorge. Du hattest ein offenes Ohr für das, was die Menschen beschäftigt, hast für sie gebetet und sie gesegnet.

Danke auch für die spannenden Gespräche und das, was du uns von dir und deiner Heimat erzählt hast. Das hat uns neugierig auf Indien gemacht. Deshalb war die Gemeindefahrt nach Indien im Januar 2026 ein ganz besonderer Höhepunkt. Die gemeinsame Zeit mit dir bei deiner Familie und die spannenden Einblicke in das Leben dort hat uns deine Heimat noch näher gebracht. Du hast du Vielfalt gefördert und Leben und Lebendigkeit in unsere Gemeinde gebracht!

Lieber Franklin, voll Dankbarkeit behalten wir die vergangene Zeit mit dir in Erinnerung und danken dir für deine Freundschaft.
Bereits vor einer Woche hast du deinen Dienst im neuen pastoralen Raum Weingarten begonnen. Wir möchten dir aber nicht nur Gottes Segen mit auf den Weg geben, sondern auch den Segen der Namenspatronen unserer drei Kirchen. Mögen sie dir helfen zu bewahren und an andere weiter zu schenken, was du bereits in dir trägst!

Der Heilige Gebhard zeichnete sich durch seine Volksnähe und seine Fürsorge für die Armen aus. Er setzte sich ein für die Bildung und Vertiefung des Glaubens.
Er schenke dir die Gabe, deine Begeisterung für den Glauben auch weiterhin an andere weiterzugeben.

Der Heilige Franziskus wurde durch seine radikale Nachfolge Christi zum „lebendigen Evangelium“. Sein Wirken war geprägt von seinem Mitgefühl und seiner Liebe zur Schöpfung sowie seiner Bereitschaft zum Frieden.
Er schenke dir die Gabe, dir deine Lebensfreude und Herzlichkeit zu bewahren.

Der Heilige Andreas, Bruder des Petrus, war bekannt für seine Hingabe an seine Berufung und seine tiefe Überzeugung: „Ich habe den Messias gefunden!“. Er verbreitete seinen Glauben in verschiedene Länder. Sein Gedenktag am 30. November markiert das Ende des alten und den Beginn des neuen Kirchenjahres.
Er schenke dir die Gabe, deine Berufung zu leben.

Auch wir stehen heute zwischen dem Ende deiner Zeit hier bei uns und deinem neuen Anfang in Weingarten.
Wir wünschen dir für deinen neuen Wirkungsort alles erdenklich Gute: Menschen, die dich mit offenen Armen empfangen, bereichernde Begegnungen und vertrauensvolle Gespräche.
Wir wünschen dir, dass du stets Gottes Nähe spürst und seine Kraft dich bei allem, was du tust, begleitet.

Wir wünschen dir: bleibe so, wie du bist – und du wirst weiterhin ein Segen für die Menschen um dich sein!“

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