Die Magie Indiens

Wir fliegen bei malerischem Sonnenuntergang in die Nacht über Doha und betreten am Morgen eine andere Welt – wir sind in DELHI. Uns erwarten in Indien unvergessliche, unerwartete und bezaubernde Eindrücke – wie Perlen an einer Kette. Diese unglaubliche Vielfalt an kulturellen Traditionen, monumentalen Prachtbauten, riesiger Hochhauskomplexe stehen im krassen Gegensatz zu ärmlichen Wohnvierteln. Diese 13tägige Erlebnisreise der Seelsorgeeinheit Reutlingen-Nord wird allen sicher unvergessen bleiben. Organisatorisch bestens vorbereitet und seelsorgerisch gut umsorgt durch die Pfarrer Dietmar Hermann und Franklin Pottananickal entwickelte sich ein homogenes Miteinander in der 38 Personen umfassenden Reisegruppe.
Ja, was wir da alles gesehen, gefühlt, gehört, geschmeckt und gerochen haben. In DELHI: Schon der Anblick großer Armut am Straßenrand ist schwer verkraftbar, dazu Smog, Verkehrslärm, permanentes Gehupe z.B. während einer Fahrradrikscha-Fahrt durch die Altstadt aber auch architektonische Sehenswürdigkeiten wie den Tempel in Form einer Lotusblüte, mittelalterlich islamische Monumente, Hindutempel, ein Sikh-Heiligtum oder die Mahatma-Gandhi-Gedenkstätte.


Beeindruckend in AGRA das Fort im Morgennebel, eine Militärfestung und eine kaiserliche Palastanlage der Mogule. Und dann natürlich TAJ MAHAL, wegen eines Feiertages war es zusammen mit tausenden weiteren Besuchern ein intensives Ereignis! Nicht minder schön die figurative Architektur der Hindus in FATEHPUR SIKRI, die wegen Wassermangels „verlassene Stadt“ aus rotem Sandstein.

Nahe Jaipur liegt das Fort Amber auf einem Hügel, den wir auf dem Rücken von Elefanten hinaufschaukeln. Hier befindet sich der Spiegelpalast Sheesh Mahl, wo sich viele Brautpaare für professionelle Fotoshootings aufhalten. In JAIPUR bestaunen wir den 7stöckigen Mondpalast Chandra Mahal mit seinen Gärten und dem astronomischen Freiluft-Observatorium aus dem 18. Jahrhundert und den Palast der Winde aus rosafarbigem Sandstein. Völlig gegensätzlich dazu wirkt MUMBAI, eine lebendige 20 Millionen-Metropole mit britischen Monumenten, wie dem Triumphbogen „Gateway of India“ oder der St. Thomas-Kathedrale. Von der palmengesäumten Meerespromenade beeindruckte der Blick auf die gewaltige Wolkenkratzer-Skyline Mumbais.

Die starken Kontraste dieser lauten und aufregenden Stadt wirken lange nach. Gut, dass wir abends im Hotel im Rahmen eines Gottesdienstes zur Ruhe finden und dankbar auf das bereits Erlebte zurückblicken konnten.
Ganz gegensätzlich dazu unser Besuch im Haus des Erzbischofs von Mumbai mitten in einem Armenviertel. Zu dem dortigen Schul- und Bildungsprojekt für Straßenkinder, die sonst auf Müllhalden arbeiten müssten, konnte unsere Gruppe mit einer Geldspende die Arbeit vor Ort unterstützen.
Nach mehrfachen Kontrollen bei der Fluggastabfertigung und den Sicherheitschecks erreichen wir COCHIN, eine quirlige Hafenstadt, wo schon 52 n.Chr. mit Apostel Thomas die ersten Christen lebten. Religiöse Vielfalt erfahren wir beim Besuch des hinduistischen Dutch-Palastes, der St. Francis-Kirche (Grab von Vasco da Gama) und der jüdischen Synagoge. Szenenwechsel: mit Tuk-Tuks fahren wir in das Fischerdorf KUMBALANGI, bekannt für die traditionelle chinesische Fischfangtechnik und genießen ein opulentes Essen unter Palmen am Ufer der Backwaters von KERALA: Die anschließende 4stündige Fahrt mit einem Hausboot im Stil alter Reiskähne ist ein romantisches Erlebnis – Kokospalmen, Ananas, Reisfelder, Mangrovenwälder, Kautschukbäume, schmucke Wohnhäuser, Frauen, die ihre Wäsche im Fluss waschen und eine bunte Tierwelt.

Völlig im Paradies fühlte man sich bei der Unterkunft im idyllischen Resort in KUMAKAROM mit kleinen Häusern, großzügiger Gartenanlage, also Palmen, Pool und Promenade.

Den sentimentalen Abschluss unserer Reise erlebten wir in THODUZHA, Franklins Heimatort, beim Besuch und Empfang bei seinen Eltern und der Familie. Hier haben wir echte Gastfreundschaft und gegenseitigen Respekt gespürt und erlebt. Das ging tief ins Innere. Dir, Franklin, und deiner Familie und Verwandtschaft dafür nochmals ausdrücklich herzlichen Dank.
Auch Pfarrer Dietmar Hermann ein vielfaches Dankeschön für die spirituelle Begleitung und die Unterstützung bei der Reiseleitung sowie an Thomas Draxler für die Organisation der Busfahrt nach Frankfurt und zurück.
NAMASTE – an Indien, seine Menschen, die uns mit offener Freundlichkeit und Achtung begegnet sind und an die gute Gemeinschaft unserer Reisegruppe.

Wolfgang und Anne Prause.

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