Die Dunkelheit ist für viele beklemmend. Kinder haben in der dunklen Nacht Angst. Mit Finsternis verbinden wir Geister und unheimliche Mächte. Es ist die Erfahrung sowohl im einzelnen Leben wie auch unter ganzen Völkern. Krankheit, Tod, Trauer, Trennung – all dies zeigt uns – wir haben das Leben nicht im Griff und brauchen Hilfe, Beistand, Rettung.„ Ein Volk, das im Dunkeln wohnt, sieht ein helles Licht“, so heißt es beim Propheten Jesaja. Im Alten Testament, vor allem bei den Propheten, sind all diese Hoffnungstexte. Der Advent ist die Umkehrzeit, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Ähnlich, wie in der Fastenzeit, lädt sie ein, die Schattenseiten des Lebens anzunehmen und daran zu arbeiten.
Wenn wir Rorate feiern wird uns dies ganz bewusst. In der dunklen Kirche erfahren wir das Erhellende und Wärmende von Gottes Wort: Wir halten das Unerlöst sein aus – das Licht der Menschwerdung Gottes leuchtet schon auf. Wir spüren darin eine Parallele zu Karfreitag und Ostern. Die großen Feste der Christenheit mit ihren Vorbereitungszeiten verdeutlichen uns, im Leben sind die Veränderungen hin zum Besseren stets möglich. Die Sehnsucht des Advents wird mit der Fülle von Weihnachten erfüllt, den Zeiten des Entbehrens folgen Zeiten des Heils.

Die letzte Roratefeiern bei Kerzenlicht ist
Samstag, 22. Dezember 2018, 18.00 Uhr in St. Gebhard

Herzliche Einladung!