In der ersten Augustwoche waren 9 Ministranten aus unserer Seelsorgeeinheit zusammen mit Gemeindereferentin Andrea Jurik in Rom unterwegs. In der großen Gemeinschaft mit 50 000  Minis aus ganz Deutschland, Wien und Litauen, erlebten sie die Heilige Stadt und das Programm der deutschen Ministrantenwallfahrt. Bald kamen sie ins Gespräch mit vielen anderen Minis aus den unterschiedlichsten Diözesen und tauschten mit ihnen ihre Pilgertücher.

Bei Temperaturen um und über 30 Grad erkundeten die jungen Pilger den Petersdom samt Kuppel, das Kolosseum, das Forum Romanum, das Pantheon, die Piazza Navona, den Trevibrunnen, die Spanische Treppe, Santa Sabina und viele andere Orte der frühen Kirchengeschichte. Beindruckend waren auch die Vatikanischen Museen mit ihrem Höhepunkt der Sixtinischen Kapelle, in der die Päpste gewählt werden und in der einige der berühmtesten Gemälde der Welt zu sehen sind.

Die 126 Minis aus unserem Dekanat feierten außerdem gemeinsam mit Pfarrer Udo Hermann einen Gottesdienst in den Domitila-Katakomben bevor sie diese besichtigen. Doch dies sollte nicht der letzte gemeinsame Gottesdienst gewesen sein. Mit Weihbischof Renz gab es schon den Auftakt und mit Bischof Gebhard Fürst feierten alle Minis unserer Diözese Rottenburg-Stuttgart den Abschlussgottesdienst in St. Paul vor dem Mauern. Ein weiterer, wenn nicht sogar der Höhepunkt war das Abendgebet mit Papst Franziskus auf dem mit Jugendlichen gefüllten Petersplatz. Nachdem bei strahlendem Sonnenschein das Vorprogramm vorbei war, fuhr Papst Franziskus durch die Reihen, begrüßte die jungen Pilger auf Deutsch und antwortete auf ihre Fragen. So forderte er beispielsweise auf, auch einmal das Handy auszuschalten und sich seinem Nächsten zuzuwenden. Als es um die vielen Aktivitäten ging, die heutzutage anstehen, rief er auf, sich gut zu organisieren, dann würden sich diese Aktivitäten auch mit dem Dienst am Altar verbinden lassen. Er sagte: „Ihr seid Deutsche, das könnt ihr. Ihr seid gut im Organisieren.“ Und ein Lachen lief über den Petersplatz.

Pizza, Pasta und das italienische Eis durften in diesen ereignisreichen Tagen natürlich auch nicht fehlen. Am vorletzten Tag gab es auch noch eine Abkühlung in den Wellen des Mittelmeeres und beim letzten gemeinsamen Abendessen wurde der Satz laut: „Danke für diese schöne Woche!“