Das Sakrament der Krankensalbung

Früher sprach man von der „letzten Ölung“; denn durch die Sünden vergebende Gnade dieses Sakramentes wurde es hinausgezögert. Aus diesem Grund wurde es mit einer gewissen Scheu betrachtet. Das Zweite Vatikanische Konzil hat dies aber korrigiert. Es ist ein Sakrament der Stärkung in der Krankheit.

Die Krankensalbung ist aber kein Sakrament, das zum Tod führt oder ihn vorbereitet, sondern Gott schenkt dem Schwerkranken Gnade und Kraft, um die Krankheit oder das Gebrechen zu ertragen. Viele Katholiken haben die Kraft dieser Salbung schon selber erlebt und geistige, emotionale oder sogar körperliche Heilung erfahren.

Gläubige, die aufgrund von Krankheit oder Alter ihre Lebenskraft verlieren und dem Tod entgegensehen, können auch um das Sakrament der Salbung bitten.

Die Krankensalbung hat fünf Bedeutungen: Sie verbindet den Kranken mit dem Leiden, dem Kreuz und der Auferstehung Jesu Christi. Sie stärkt ihn im Leiden, schenkt Vergebung der Sünden. Sie stellt seine Gesundheit wieder her, wenn sie für sein Heil förderlich ist, und bereitet den Kranken oder Sterbenden auf seinen Eintritt ins ewige Leben vor. Er soll in der Krankensalbung erfahren, dass Gott ihm auf dem Weg des Leidens und Sterbens beisteht und dass er diesen Weg nicht allein gehen muss.

Dieses Sakrament kann zu jeder Zeit und an jedem Ort gespendet werden. Der Priester legt der kranken Person die Hände auf, spricht besondere Gebete und salbt sie, indem er Öl in Form eines Kreuzes auf Stirn und Hände aufträgt.

Die biblische Grundlage der Krankensalbung ist der Brief des Jakobus: „Wenn jemand von euch krank ist, soll er die Gemeindeleiter zu sich rufen, damit sie für ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.“ Salbung und Gebet gehören demnach zusammen.

Franklin Pottananickal / Dietmar Hermann

Am Samstag, 04. Mai um 16.00 Uhr feiern wir eine Eucharistiefeier mit Spendung der Krankensalbung in der St. Andreas Kirche. Herzliche Einladung!

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